Lanei CHAPMAN

 

Geburtstag: 23. Januar 1973


Biographie (Quelle: Phantastische Serien Nr. 2)

Mit viel Energie und Leidenschaft machen sie sich daran ihre Ziele zu verwirklichen. Wer? Vanessa Damphousse - und Lanei Chapman!

Lanei kam in Los Angeles zur Welt. Sie hat drei Brüder und bekam frühzeitig Kontakt zur Welt des Films - sie spielte in Werbespots. Ihr Debüt hatte sie mit 13 in einem Clip für "Kentucky Fried Chicken". Doch auch wenn Ihre Eltern sie zu manchem Casting schleppten, bestanden sie genauso beharrlich darauf, dass sie nebenher ordentlich für die Schule lernte. Keine Frage, dass sich Lanei auf dem Dartmouth College in New Hampshire sofort für jeden Schauspielkurs einschrieb. Sie machte nicht nur einen Abschluss in Spanisch, sondern schrieb auch ihr erstes Theaterstück HOME RUN, mit dem sie sogar den dritten Preis des Annual Short Play-Wettbewerbs in Los Angeles gewinnen konnte. Es wurde inspiriert davon, wie sie als kleines Mädchen den Tod ihres Großvaters verarbeiten musste. Wieder zu Hause, wurde sie von der Los Angeles Cultural Short Play Competition gefragt, ob sie es nicht selbst inszenieren wolle. Sie wollte schon, aber wie? Ihre Tante wusste Rat, kannte sie doch eine Schauspielerin namens Chip Fields, der das Stück prompt zugeschickt wurde. Ihr gefiel es, und sie wollte die Rolle der Mutter übernehmen und auch für den Rest der Besetzung sorgen. Ihre Tochter Kim schlug sie für die Enkelin vor. Trotz eines Achtungserfolgs übte Lanei nun erst mal ihren erlernten Beruf aus und arbeitete als Kindergärtnerin. Als sie aber merkte, dass ihr das Spielen immer wichtiger wurde, wechselte sie auf die Filmhochschule der Unversity of Southern California, auf der sie drei Jahre lang sowohl Filmwissenschaft als auch Schauspiel studierte. Dort produzierte das alleinstehende Multitalent auch den Kurzfilm APPEARANCES, wieder mit Kim Fields in der Hauptrolle. Außerdem spielte sie in Kinofilmen mit wie WHITE MEN CANT JUMP, PRETTY HATTIE’S BABY und THE IMPORTANCE OF BEING EARNEST, Mini-Serien wie THE JACKSONS: AN AMERICAN DREAM oder THE SECRETS OF LAKE SUCCESS, TV-Filmen wie THE MARY THOMAS  STORY und hatte Gastrollen in den Serien SEINFELD, CHINA BEACH, THE WONDER YEARS, TRUE COLORS und STAR TREK: THE NEXT GENERATION. Als Ensign Rager war sie in zwei Folgen an der Seite von Picard und co. zu sehen gewesen: BESUCH VON DER ALTEN ENTERPRISE (Ep. 130) und IN DEN SUBRAUM ENTFÜHRT (Ep. 131). "Ich denke, ich sagte sieben Mal 'Aye, Sir' in meiner ersten Episode", schmunzelt sie und schwärmt noch heute davon, was es ihr bedeutele, solchen Schauspielgrößen wie Patrick Stewart, Jonathan Frakes oder Brent Spiner bei der Arbeit über die Schulter schauen zu können.

Da winkte ihre große Chance - wieder im All: Casting von SPACE: ABOVE AND BEYOND. Beim Vorsprechen traf Lanei zum ersten Mal auf Kristen Cloke, die mit ihr denselben Agenten teilt. Ironie des Schicksals, dass beide Anwärterinnen engagiert wurden. Doch bis dahin war es für Lanei ein langer Weg: zuerst das Vorsprechen vor FOX-Talenttester Randy Stone (Begeisterung!), dann vor Regisseur David Nuter (Begeisterung!), nun vor den Produzenten Wong & Morgan (Begeisterung!), schließlich das nervenaufreibende Finale vor den Verantwortlichen des Senders (Begeisterung!). Jetzt endlich auch bei Lanei Chapman: Begeisterung! Am Anfang war ihre Rolle noch recht klein. Im Pilotfilm war sie kaum mehr als eine Stichwortgeberin, aber trotzdem war sie von Anfang an als Dauerrolle vorgesehen. Beim Vorsprechen musste sie, obwohl sie sich für Damphousse gemeldet hatte, Sätze von Shane Vansen sprechen, da nicht genug Dialoge von Damphousse vorlagen. Das war schwierig für Lanei, weil die Sätze eng mit Shanes Charakter verbunden waren, aber sie konnte so ihr grundsätzliches Talent zeigen. Bald wurde ihr klar, wie sehr die Autoren bei einer Serie die Rolle den Schauspielern auf den Leib zu schreiben versuchen. Wahrend des Pilotfilms war sie zwar nicht allzu beschäftigt, wurde von Morgan und Wong aber in viele Gespräche verwickelt. Schon in den ersten Episoden merkte sie, wie ihr bis dahin offener Seriencharakter sich verändert hatte. Elemente ihres eigenen Charakters waren eingeflossen und hatten Vanessa Damphousse zu einer Fiktion von Lanei Chapman geformt. So hatte Lanei das Problem, dass sie die Uni und die Filmerei unter einen Hut bringen musste, prompt kam auch Damphousse frisch von der "Schulbank“.

Dass der Pilotfilm in Australien gedreht wurde, verschaffte ihr Heimweh, aber auch eine starke Identität mit Vanessa Damphousse, die ebenfalls weit weg von zu Hause war. Es schweißte die ganze junge Crew zusammen, denn da sie ihrer Freunde und ihres anderen Umfelds beraubt waren, beschäftigten sie sich notgedrungen miteinander. So verhielten sich Darsteller und Rollen in gewisser Weise identisch. Man wurde zu einer großen Familie. Natürlich gibt es auch da Differenzen, aber der gegenseitige Respekt ließ eine Diskussion nie in eine barsche Auseinandersetzung abgleiten. Besonders Kristen Cloke wurde ihr eine gute Freundin - zumal, wenn sich die drei männlichen Kollegen in eine Art Herrenclub zurückzogen - und half Lanei ihre ohnehin hohe Telefonrechnung (Nach Hause telefonieren!) nicht die ganze Gage auffressen zu lassen. Als die Serie in Kalifornien weitergedreht wurde, erledigte sich das Problem mit dem Heimweh, und Lanei hatte auch wieder ein bisschen Gelegenheit, sich Ihren anderen Interessen widmen und belegte einen Kurs, in dem sie das Drehbuch schreiben erlernte. Auch wenn ihr Engagement bei den Space Marines mittlerweile wieder aufgelöst ist, hat Lanei doch wichtige Erfahrungen für sich verbuchen können. Als sie das erste Mal bei Außenaufnahmen unter der sengenden australischen Sonne ihren Helm aufhatte, sich von dem Metall bedrängt fühlte, schlecht hörte, zu schwitzen anfing, von der Feuchtigkeit gepiesackt, von Atemnot gequält und von der Belastung   niedergedrückt wurde und trotzdem stolz dastehen und spielen sollte, da erhielt sie unbezahlbare Lehrstunden im Konzentriertsein unter extremen Bedingungen.

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