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Und so sprach... Auszüge aus „Walking the Green Mile“ von Doug Hutchison (übersetzt von... mir ) Widmung: „Gewidmet all den tapferen Männern und Frauen, die ihr Leben und das ihrer Lieben geopfert haben, um unser Land, unsere Freiheit und unsere Träume zu schützen.“
Aus der Einleitung: „...Als ich ein Junge war – so wie die meisten ‚Hosenscheißer’ – war ich reich gesegnet mit einer vielfältigen Vorstellungsgabe und lebensechten Träumen. Ich konnte fliegen. Unsichtbar werden. Meinen Körper in Footballplatz Länge ausdehnen, so wie „Stretch“ aus den Fantastic Four. Ich war Batman. Mein bester Freund aus der Kindheit, Kevin Conley, war Robin. Gemeinsam haben wir uns in der Bat Garage heldenhafte Geschichten ausgedacht, um den Schulhof von den Schurken aus Gotham City zu befreien. An anderen Tagen war ich ein edler weißer Ritter in einer glänzenden Rüstung, der galant auf seinem vertrauten Schimmel mit Dreigangschaltung gallopierte, um meine Schulprinzessin Beth Slater aus den bösen Fängen ihres dunklen, unterirdischen mittelklasse Verließes zu befreien. Nachts bin ich in einen millionen alten Vampir |
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transformiert und meine Mutter – närrische Sterbliche! – hatte nie geahnt, dass der Preiselbeersaft, den sie mir immer ins Glas einschenkte, in Wirklichkeit köstliches Menschenblut war. Als ich dann die Schwelle von der Grundschule zur High School durchbrach, wandelten sich meine Kinder-Fantasien in reifere Teenager-Fantasien um. Plötzlich entwickelte ich einen übermenschlichen Röntgenblick und ich konnte geradewegs durch die Mauern der Sporthalle direkt in die Umkleidekabine der Mädchen sehen...“ Und ein paar Zeilen weiter: „...Ich habe an drei verschiedenen Tagen in einem Zeitraum von 6 Wochen [für The Green Mile – die Red.] vorgesprochen. Nach der ersten Runde rief mich mein Manager, Sam Maydew, zu sich, um mir zu sagen, dass ich „definitiv ein Mitstreiter“ bin. Ich fragte Sam, was zur Hölle das denn nun heißen soll. Er sagte, dass Frank [Darabont – die Red.] mich... und 16 andere Schauspieler (!) für die Rolle in Erwägung zieht. Es folgte das zweite Vorsprechen, da waren es nur noch ich und 8 weitere Schauspieler. Nach dem Dritten waren es schließlich ich und 3 weitere... Und so ging es immer weiter bis zur letzten Woche, als Frank es auf mich und 2 weitere Hoffnungsträger reduziert hat. Wir mussten das ganze Wochenende auf eine Antwort warten (und Tom Petty hat so Recht: „The Way-ay-ting is the hardest part...“). Es war die längste, langsamste, schlafloseste und zermürbenste Wartezeit meines Lebens. Endlich kam der Montag Morgen. Sam rief mich an und erzählte mir, dass Frank sich noch einen weiteren Schauspieler ansehen will, bevor er sich entgültig am Abend entscheiden wird. Grausame und unmenschliche Bestrafung. Ungefähr 3 Stunden später klopfte es an der Tür. Ich öffnete und sah Sam, der in der Tür stand mit einem merkwürdigen Glitzern in den Augen. Alleine schon ihn in der Tür stehen zu sehen war seltsam genug. Sam war nie mal so vorbei gesprungen ohne sich vorher anzumelden, vor allen Dingen nicht mitten in der Arbeitswoche. |
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„Was ist los?“ fragte ich ihn. Und dann tropften diese schicksalsträchtigen 5 Worte aus Sams Mund: „You’re walking The Green Mile.” Nachdem ich sicher gestellt hatte, dass er mich nicht verarscht und nachdem ich festgestellt hatte, dass an dem Tag nicht der 1. April war, fiel ich in Sams Arme und schluchzte wie ein Baby...“ 20.7.98 – 24.7.98 Woche Eins (Ausschnitt); „Wir haben die erste Szene gedreht, in der John Coffey zur Meile gebracht wurde. Micheal Clarke Duncan ist RIESIG (seht ihn Euch an in Armageddon). Seine Arme sind so groß wie Baumstümpfe. Wir sehen alle wie Zwerge neben Coffey aus (vor allem ich 1,67m kleiner Mann). Tom Hanks scheint die netteste Person auf der ganzen Welt zu sein – freundlich, witzig und total zugänglich. David Morse ist ein freundlicher Riese mit einer sanften Stimme. Es ist eine wahre Freude, Barry Pepper (der auch den jungen Scharfschützen in Der Soldat James Ryan gespielt hat) um sich zu haben. Jeffrey DeMunn (spielt Harry Terwilliger) ist unglaublich charmant. Frank Darabont – unser furchtloser Regisseur – weiß genau was er will. Es ist sehr spannend, ihm bei der Arbeit zuzusehen, wie er einen Shot vorbereitet und die ganze Aktion am Bildschirm verfolgt. Er ist wie ein schelmischer, engelhafter Junge. Seine Augen funkeln mit Begeisterung und er lacht schnell, wenn etwas witziges um ihn herum passiert. Frank gibt den Ton an. Die Schauspieler und die Crew scheinen ihn zu respektieren und gut mit ihm zusammen zu arbeiten.“ Copyright 1998 Dark Water ProductionsBeim nächsten D.H.C. gibt es wieder ein paar Auszüge aus Dougs Journal. Da ist ziemlich viel Lustiges und Interessantes zu lesen, also dran bleiben Leute!
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NewsØ Dougs Webseite (www.doughutchison.com) hat ein neues Flash animiertes Layout. Es sind noch nicht alle Seiten fertig, also nicht mit Colleen (webmistress) meckern. ;-) Ø Der Film No Good Deed mit Samual L. Jackson wurde umbenannt, er heißt jetzt The House on Turk Street Ø Doug hat für den Val KilmerNewsletter ein Interview gegeben, ich hab es für Euch übersetzt: F: Was hat Dich dazu gebracht, Schauspieler zu werden? Doug: Als ich Sean Penn in AT CLOSE RANGE gesehen habe. Diese finale Konfrontation, die Szene in der Küche mit Christopher Walken hat mich total umgehauen. Das hatte mich im Bann gezogen. F: THE GREEN MILE war so ein phantastischer Film… wie war diese ganze Erfahrung und ist es eine richtige Kehrtwende in Deiner Karriere gewesen? Doug: Ich kann diese Frage nicht in einem Absatz beantworten, deshalb werde ich hier schamlos mein Journal Walking the Green Mile (erhältlich über meine Webseite – www.doughutchison.com) promoten, das eine umfassende Sammlung all meiner GREEN MILE Erfahrungen beinhaltet, für alle die interessiert sind, es sich durchzulesen. F: Würdest Du Dich selbst als Charakter- darsteller bezeichnen? Wenn dem so ist, was bedeutet diese Bezeichnung für Dich? Doug: Meiner Meinung nach sind alle Schauspieler Charakterdarsteller, weil wir ja alle Charaktere spielen. Val [Kilmer, die Red.] z.B. hat mit sicherheit einige beeindruckende Charaktere (z.B. Jim Morrison und Doc Holliday) gespielt. Sean Penn, Gary Oldman, Anthony Hopkins, Jennifer Jason Leigh, Isabelle Adjani, Patricia Arquette. Sie alle haben Charaktere mit bleibenden Eindruck gespielt, und doch werden sie immer wieder als ‘Leading (wo)man’ angesehen. Kevin Spacey ist ein weiteres gutes
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Beispiel für jemanden, der es geschafft hat, die Linie zwischen Leading-Actor und Charakter- darsteller zu verwischen. Billy Bob Thornton ebenfalls. Sie sind unkonventionelle Leading-Actors. Das ist es, was ich zu erreichen versuche: Unkonventionelle Leading-Man Charakterdarsteller zu spielen. F: Was hat Dich zu THE SALTON SEA [gemeinsames Projekt mit Val Kilmer die Red.] gebracht? Doug: Ein sehr einladendes Skript und eine Killer-Besetzung. F: Was ist Deine Lieblingsszene in dem Film? Doug: Meine Lieblingsszene ist, als Pooh-Bear (Vincent D’Onofrio) Eier isst (oder sind das Gehirne?) und dabei Danny (Val Kilmer) die Story über den Typen erzählt, der versucht hat ihn aufzumischen. F: Was, wenn überhaupt, würdest Du gerne an Deinem Charakter ändern, wenn Du es ändern könntest? Doug: Ich hätte es gut gefunden, wenn eine tiefere Beziehung zwischen Morgan (Doug Hutchison) und Danny (Val) entstanden wäre, damit die Spannungen zwischen uns in der Highlight-Szene größer gewesen wären. F: Wenn Du neben Morgan noch einen anderen Charakter aus THE SALTON SEA spielen könntest, welcher wäre das? Doug: Nachdem ich das Skript gelesen habe – und bevor ich wusste, daß ein Angebot an D’Onofrio rausging – wollte ich den Part des Pooh-Bear haben, weil ich dachte es würde ein Spaß sein, so einen Charakter zu spielen. Wie es sich dann aber herausstellte, meiner Meinung nach, war die Besetzung dann aber doch perfekt. Vincent hat den Nagel total auf den Kopf getroffen. Er hat eine wahnsinns Performance gebracht. D’Onofrio Rulez! F: Alle Deine Szenen in THE SALTON SEA waren mit Anthony LaPaglia und Val Kilmer. Habt Ihr Jungs einige Freiheit gehabt, Eure Szenen zu improvisieren, oder war es eher so, |
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daß die Story so wichtig war, daß man genau nach Skript arbeiten musste? Doug: Beides. Wir mussten schon ziemlich genau dem Skript folgen, weil die Handlung so dicht gestrickt war. Jede Szene war wie ein Dominoeffekt, der sofort Einfluß auf die nächste ausübte. Wenn man dies berücksichtigt, so waren wir gerade deshalb auch immer wieder angesport worden, zu improviseren. Val liebt es, eine Menge verschiedener Dinge auszu-probieren. Genauso wie ich. [Caruso, der Regisseur] vertraute uns genug, um uns machen zu lassen. F: Gab es irgendwas witziges oder interessantes, das am Set passiert ist? Doug: Also, hier ist ein Beispiel, wie Gerüchte entstehen und immer mehr aufgebauscht werden. Eines Nachts – nach einem seeeeehr langen Drehtag, als die Erschöpfung einsetzte und die Nerven allmählich frei lagen – wurde Val bei einer Szene ungeduldig, die anscheinend nie was werden sollte. Irgendwann, mit den Nerven am Ende, warf Val seine Whiskey Flasche (Requisite) frustriert zu Boden. Sie zerplatzte in tausend Stücke in einer Parklücke. Einige Scherben flogen wieder hoch und verfehlten einen Kameramann knapp... zum Glück wurde niemand verletzt... Val stürmte dann vom Set, nicht mehr in der Lage, weiter zu arbeiten. Ein paar Tage später las ich dann in einer Gazette so was in der Art wie „Wütender Kilmer trifft Regisseur mit einer Whiskey Flasche.“ F: Wie war es, mit Val zu arbeiten? War es eine positive Erfahrung für Dich? Doug: Positiv? Yeah... Abgesehen von dem einen Mal, wo er in Wut mit einer Whiskey Flasche nach mir warf? ... Nur Spaß! Im Ernst, Val ist so ein irre guter Schauspieler. Er gibt 100%. Jetzt lüge ich bestimmt nicht, aber er ist ein wenig... ähm... exzentrisch. Manchmal war es ein wenig wie ein Hagelsturm, wenn man nur in Val’s Gegend war. Aber gerade seine Exzentrizität ist es vielleicht, was ihn so qualitativ ausmacht und ihm dieses immense Talent verschafft. Ich war am meisten davon beeindruckt, wie sehr Val sich hineinkniet, um einen guten Film zu machen. Ich denke, daß |
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genau dieser Einsatz sich in seiner Performance in THE SALTON SEA wiederspiegelt. Es war ein Privileg, mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen. Ganz ehrlich. F: Die Zuschauer scheinen in einer sehr positiven Art auf THE SALTON SEA zu reagieren. Was ist es genau, was diesen Film so anziehend macht? Doug: Ich habe aufgegeben nachzuvollziehen, warum die Zuschauer auf einen bestimmten Film so anspringen und auf andere nicht. Ich kann Dir aber sagen, was ich an THE SALTON SEA so mag. Es ist eine clevere Story, sehr schön gedreht (dank Amir Mokri) und es ist eine lustige Fahrt durch die Landschaft von einigen bunten Charakteren. Unser Held, Danny Parker, ist so eine Art ‚Alice im Wunderland’ in einer verdrehten Unterwelt bestehend aus Methamphitaminen. Es ist gefährlich, surreal und sogar richtig witzig an einigen Stellen. D.J. hat einen verdammt guten Film gemacht (und das Filmposter sieht auch echt stark aus!). F: Wie sind Deine Karrierepläne für die Zukunft? Worin können wir Dich demnächst sehen? Doug: Ich spiele mit Samuel Jackson, Milla Jovovich und Stellan Skarsgaard in NO GOOD DEED, ein Bob Rafelson Film, der irgendwann im Herbst 2002 herauskommen wird. Zur Zeit bin ich dabei, mich auf die Produktion, die Regie und das Spielen in einem neuen Film, den ich selbst geschrieben habe, vorzubereiten. Er heißt LOOKING OUT FOR ELEANOR (mit Milla Jovovich in der Hauptrolle und auch als Ausführende Produzentin). Hier noch einige Bilder vom The Salton Sea
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Autor: Mel von Podlewski
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