Diese Folge nimmt den Nathan-Neill-Handlungsfaden aus "Der kleine
Bruder" wieder auf. Darüber hinaus springt "Feldpost" zwischen
verschiedenen kleinen Geschichten, die den Alltag auf der Saratoga zeigen, hin und her.
Abgesehen von einem kurzen Einsatz spielt der Krieg hier nur eine untergeordnete Rolle.
Auf der Saratoga trifft Post ein. Paul Wang bekommt einen Flecken Gras
aus einem Football-Stadion und Vanessa einen Brief von ihrem Freund. Nathan erhält ein
Schreiben von zu Hause, aus dem hervorgeht, daß seine Eltern noch nichts von Neills Tod
wissen, und Shane erfährt zu ihrem Schrecken, daß ihre Schwester beschlossen hat, ihren
Nachwuchs "Marion" zu nennen. Sogar die In-Vitros Cooper Hawkes und McQueen
bekommen Post. Aus politischen Gründen hat man beschlossen, einen Dokumentarfilm über
In-Vitros im Marine Corps zu drehen.
Die "Dreharbeiten" zu diesem Film beginnen, als das 58ste den
Auftrag erhält, ein Nachschublager der Chigs zu vernichten. Bei der Durchführung des
Auftrages werden die Wild Cards von einem Angriff getroffen. Vanessa wird durch eine
Granate geblendet. Auf der Saratoga zurück, wartet bereits ein Fernsehteam und will
Hawkes als "erschöpften Marine" sehen, während es von der verwundeten Vanessa
keine Notiz nimmt. Vanessa wird auf der Krankenstation behandelt.
Im Freizeitraum des Schiffes versucht Hawkes dem Fernsehteam, nicht
ganz wahrheitsgemäß, ein möglichst positives Bild vom Corps vermitteln. McQueen
berichtet weniger verblümt aus seinem Leben.
Unterdessen versucht Shane, ihre Schwester telefonisch zu erreichen.
Mit einer "organisierten" Portion Erdbeeren mit Sahne besticht sie einen
Kameraden in der langen Warteschlange und kann endlich telefonieren. Sie erreicht ihre
Schwester gerade in dem Augenblick, als diese ihre Tochter zur Welt bringt. Shane ist
sprachlos. In einem Brief nach Hause schreibt Shane ihrer Schwester schließlich, daß sie
den Namen "Marion" akzeptiert. Auch Nathan schreibt nach Hause, damit seine
Eltern endlich von Neills Tod erfahren.
Tage später ist der Dokumentarfilm über InVitros fertig. Es ist ein
dröhnender Propagandastreifen, über den sich die Wild Cards köstlich amüsieren.
Interessante Details:
- Es gibt ein Werkzeug mit der Bezeichnung D-16A. Nathan benötigt es, um seinen Jäger zu
warten.
- Es gibt Aufkleber für abgeschossene Chigs, mit denen die Hammerheads verschönert
werden können.
- Das Shuttle mit der Post hat die Kennung 656.
- Vanessas Brief von ihrem Freund ist 12 Seiten lang.
- Die einzige Post, die McQueen in seinen 15 Jahren beim Militär bekommen hat, waren
Scheidungspapiere und die Benachrichtigung, daß er an der Verlosung einer Einbauküche
teilnimmt.
- Shanes Mutter hieß "Marion".
- Der Sender, der die Dokumentation über In-Vitros senden möchte, heißt AFN. Der
Sender, der Chartwells Rede über den Ausbruch des Krieges brachte, hieß
FTM.
- AFN hat eine Milliarde potentielle Zuschauer. Was da wohl eine Werbezeit kostet?
- Auf dem Zielplaneten des Einsatzes befinden sich Bunker, in denen Rohstoffe gelagert
werden, die die Chigs für ihre Waffen benötigen.
- Der Einsatz startet um 7.50 Uhr.
- Hawkes Partner bei diesem Einsatz heißt Heel.
- 2064 gibt es etwa 250.000 Marines.
- Kommt jemand mit außerirdischen Substanzen in Kontakt, müssen diese von Biochemikern
untersucht werden.
- Inzwischen tobt der Krieg seit einem Jahr.
- Der Transporter, mit dem die Marines vom Einsatzort zurückkehren, hat die Kennung 363.
- Im Aufenthaltsraum kennt Hawkes einen Marine namens Preston.
- Möchte man ein paar neue Stiefel, muß man ein Antragsformular in dreifacher
Ausfertigung ausfüllen.
- 2047 arbeitete McQueen in dem Munitionsdepot Port Riskin. Das war noch vor seiner Zeit
beim Corps. Ein Marine wurde er erst 2049.
- Bei der Explosion in Port Riskin starben 27 InVitros.
- Nachdem McQueen damals einen vorgesetzten Sergeant geschlagen hatte, saß er 120 Tage in
Einzelhaft. Nach diesem Vergehen war er sogar von der Todesstrafe bedroht.
- Shanes Nummer in der Telefonschlange ist 154.
- Der Erdbeeren verschlingende Soldat ist bei der Navy und heißt Boasberg.
- Ross Strafe für den Diebstahl von Erdbeeren ist "Binden, Vierteilen und
über Bord werfen".
- Shane wird am 16.April 2064 zum Captain befördert.
- Neill starb mit 20 Jahren am 9.April 2064 um 18 Uhr auf dem Planeten Mors.
- Shane schreibt in ihrem Brief, daß sie von ihrer Mutter mit acht Jahren zum Trost einen
"Orden" bekommen hat, nachdem sie mit ihrer Fußballmannschaft die Meisterschaft
verloren hatte. Das muß schon ihre Pflegemutter gewesen sein, denn im Pilotfilm erzählt
sie, daß ihre Eltern getötet wurden, als sie fünf war.
- In dem "Dokumentarfilm" taucht ein Bild aus "Auge um Auge" auf. Es
ist die Szene, in der das 58ste in Paradeuniform auf dem Weg zu Winslows Beisetzung ist.
- Shane findet hier endlich ihren Frieden mit ihrer Vergangenheit. Von nun an möchte sie
nicht mehr den Tod von "Marion Vansen" rächen, sondern für das Leben der
Neugeborenen "Marion Vansen" kämpfen.
Für den Filmfan:
- Die neue Freundin von Vanessas Freund heißt "Marilyn", wie
Space-Drehbuchautorin Marilyn Osborn.
- Dear Earth, der Originaltitel dieser Folge, könnte eine Anspielung auf den Film Dear
America-Letters from Vietnam sein. Darin geht es auch um Briefe von Soldaten im Krieg in
ihre Heimat.
- Für "Feldpost" wurde noch eine Szene der Geschichte um Vanessas Freund
gedreht. Lanei Chapman darüber: "Am Ende der Episode schrieb ich ihm schließlich
einen Brief, in dem ich mit ihm zuerst Schluß machte. Ich war dabei, ihn vorzudatieren
und war ziemlich zufrieden damit. In letzter Minute entscheide ich mich aber, ihn nicht
abzuschicken. -Ich vermißte diesen Abschluß in der fertigen Version der Episode."
Die Szene landete aus Zeitgründen auf dem Boden des Schneideraums.
- Der Mann von Shanes Schwester Ann heißt mit Nachnamen Bowman. So heißt auch einer der
Astronauten des Raumschiffs Discovery in 2001: Odyssee im Weltraum. David Bowman.
- Interessante Montage: Sowohl bei Nathans als auch bei Shanes Brief werden Bilder von zu
Hause eingefügt. Dadurch entsteht eine große Nähe zwischen ihnen und ihren Familien. Es
wirkt fast so, als würden sie ihnen Familienmitgliedern die Briefe persönlich vorlesen,
oder könnten sie wirklich sehen, während sie schreiben.
Kernige Dialoge: