19. Dead Man Flying / Stardust
(Regie: Jesus Trevino, Drehbuch: Howard Gringsby, Länge: 45
min)
Am Anfang der Geschichte wird der Navajo-Indianer und Marine James Dark
Moon in einem Gefängnis hingerichtet.
Auf der Saratoga landet eine geheimnisvolle Fähre ohne Kennung,
und Commodore Ross verhängt eine Ausgangssperre. Die Wild Cards stehen am Hangar
vor verschlossenen Toren.
Wenig später entdeckt Shane in ihrem Jäger ein neues Modul und
entfernt es. Als das 58ste während der darauffolgenden Mission einen Transporter in der
Doris-Region eskortiert, eröffnet dieser plötzlich auf ferngesteuerte Jäger das Feuer
und schließlich auch auf die Wild Cards. Auf Funksprüche gibt es keine Reaktion.
Shane gibt das Feuer frei, und das 58ste schießt den Transporter kampfunfähig.
Zurück auf der Saratoga stellt sich heraus, daß die aus den
Jägern entfernten Module einer Fern-lenkpilotin die Positionen der Begleitjäger verraten
hätte. Ohne Module hat sie die Wild Cards als Ziele klassifiziert und auf sie
geschossen.
Das 58ste bekommt den Auftrag, einen Transporter, der über ein
Telepräsenz-System ferngesteuert wird, zu eskortieren und schließlich an den Feind zu
"verlieren". An Bord befinden sich tote Soldaten (unter ihnen James Dark Moon)
und Falschinformationen, die die Chigs vor Beginn der Großoffensive in die Irre führen
sollen. Die Fehlinformationen sind in der Navajo-Sprache verfaßt, die den Chigs vertraut
zu sein scheint.
Der Auftrag gelingt. Dadurch wird Dark Moon, der im Leben nie eine
Chance gehabt hat, nach seinem Tod rehabilitiert und bekommt postum einen Orden verliehen.
Interessante Details:
- Das Gefängnis, in dem Dark Moon hingerichtet wird, heißt Fort Puller.
- Die rassistische Vorgesetzte, die von Dark Moon getötet wurde, hieß Louise Elisabeth
Smith.
- Der Transporter, der Dark Moon zur Saratoga bringt, hat die Aufschrift EMV 35.
- Die Kühlkammer mit dem Leichnam hat eine Temperatur von - 273 Grad Celsius.
- Die 15. Terranische Raumflotte, zu der die Saratoga gehört, hat sich im
Aguila-Sektor gesammelt. Ein eindeutiges Zeichen, daß der Beginn der Offensive nicht mehr
fern ist.
- Bei den Space-Marines geht der Tag ziemlich früh los. Um 5.30 Uhr wundern sie
sich bereits, warum sie nicht geweckt wurden.
- Das 58ste startet in dieser Episode von Flugdeck 16.
- Commodore Ross nennt seine Gitarre "Roslin". Sie stammt aus Louisiana.
- Radford ist ein 4-Sterne-General.
- Nachdem sich "die Großoffensive" bereits seit sieben Episoden wie ein
drohendes Donnergrollen nähert, bekommt sie in dieser Folge erstmals den Namen Round
Hammer. Bisher wissen nur vier Menschen über den ganzen Plan Bescheid. Es geht
aber das Gerücht um, daß auch die Chigs etwas ahnen. So etwas wurde bereits von A.I.
Elroy in "Auge um Auge" angedeutet.
- Es gibt ferngelenkte Schiffe für Zielübungen.
- Die Wild Cards erledigen den Transporter durch einen Schuß auf die linke
Turbine.
- Hammerheads
haben einen Flugschreiber.
- Das Zusatzmodul in den Hammerheads nennt sich AVM-Modul. Es gibt Position und
Geschwindigkeit weiter.
- Das Ziel des Einsatzes ist die Welt Eris. Das erste Hindernis dorthin ist die
"Walden"-Linie, die von feindlichen Fliegern kontrolliert wird. Es folgt ein
Asteroidengürtel, der den Planet Helios umgibt.
- Die Operation nennt sich Naja-i. So nennt sich die Sprache der Navajo-Indianer.
Der Begriff bedeutet "Die Götter der anderen". Entwickelt wurde die Operation
von Colonel Klingman.
- Im Space-Universum verwendeten die Russen bei der Marsforschung 1998 ein
Telepräsenz-Verfahren.
- General Radford saß vor vielen Jahren wegen Respektlosigkeit gegenüber einem
Vorgesetzten im Gefängnis Fort Grism "auf der dunklen Seite des Mondes".
- James Dark Moon wurde in einer mondlosen Nacht geboren und glaubte, zum Bösen bestimmt
zu sein.
- Der Geheimdienst arbeitet zuweilen sehr effektiv. Zum Beispiel meldet er ganz auf die
Schnelle das Auftauchen feindlicher Jäger, kurz bevor die Wild Cards von ihnen in
Empfang genommen werden.
- General Redford verabschiedet James Dark Moon mit folgendem Satz: "Wandle
friedfertig im Reich deiner Väter, und sei immer gewahr, wer du bist." Damit sagt er
Dark Moon, daß er nicht als Mörder, sondern als Held in Erinnerung bleiben wird.
"Wer bin ich? - Ich half, den Krieg zu gewinnen."
- James Dark Moon bekommt posthum den Montgomery Star verliehen. Diesen Orden
bekamen die Wild Cards nach der Jupiter-Schlacht.
- Was könnte mit dem Originaltitel "Stardust" - "Sternenstaub" -
gemeint sein? Zunächst einmal klingt dieser Begriff sehr mystisch und bezieht sich
vielleicht auf den indianischen Glauben. Mit dem Ziel der Operation Naja-i hat er auch
etwas gemeinsam. Es geht darum, den Feind in die Irre zu führen; ihm Sand, woran man bei
"Dust" auch denken könnte, in die Augen zu streuen.
Zusätzlicher Hinweis von Oliver:
Ausserdem wird auf einer eurer Seiten die Frage "Was könnte mit
dem Originaltitel "Stardust" - "Sternenstaub" - gemeint
sein? Zunächst einmal klingt dieser Begriff sehr mystisch und bezieht sich
vielleicht auf den indianischen Glauben. " gestellt.
Hierzu möchte ich anmerken dass es sich um eine Art modernen Mythos
handelt, da alle Menschen (und alle Tiere und sonstiges Leben auf der Erde)
hauptsächlich (DNA, Gene, Proteine) aus organischen Substanzen bestehen,
also Kohlenstoffverbindungen, und Kohlenstoff erst im Laufe der Zeit in
massereichen Sternen (durch Kernfusion) entstand. Bei sog.
Supernovaexplosionen wurden dann auch Kohlenstoffatome und -moleküle ins
Weltall geschleudert. Als dann schließlich das Sonnensystem vor ca. 4,6
Milliarden Jahren entstand war die Materie teilweise mit Kohlenstoff
"verseucht". Die Basis des Lebens ist also Staub vergangener
Sterne, daher der Begriff "Sternenstaub". Er wurde übrigens
meines Wissens auch einmal in Babylon 5 erwähnt, im Zusammenhang mit der
Minbari-Mythologie.+
Für den Filmfan:
- Interessanter Drehbuchsatz: Dark Moons letzten Worte sind: "Ein Mann ist, was er
ist." Als General Radford auf der Saratoga die Kühlkammer mit dem Leichnam
öffnet, wiederholt er diesen Satz. Ohne große Erklärungen wird dadurch klar, wer der
Tote ist.
- Die Gerüchte unter den Marines über die große Offensive erinnern an die Gerüchte,
die in dem Film Der längste Tag über die Landung in der Normandie im Umlauf sind.
Hier ein Dialogauszug:
Campell: Was ist mit heute Nacht? Irgendwas gehört?
Pilot: Nein, nein, gehört hab ich nichts.
Campell:Was redest du dann fürn Zeug?
Pilot: Weißt du, ich...ich hab das Gefühl, daß es heute Nacht losgeht. Ich
spürs.
Campell:Gefühl! Lade deine Gefühle woanders ab. Ich muß noch einen Brief schreiben.
Pilot: Ich hab dieses Gefühl, seit ich heute Morgen aufgewacht bin. Und ich werde es
den ganzen Tag nicht los. Ich kanns nicht abschütteln. Heute Nacht! -Ich weiß es!
- Der deutsche Titel ist eine Anspielung auf den Film "Dead Man Walking", in dem
eine Nonne, gespielt von Susan Sarandon (Thelma & Louise), einen verurteilten
Mörder bis zu seiner Hinrichtung begleitet.
- Shirley Walker komponierte für diese Episode ein sehr exotisches Thema, in dem eine
Flöte und so etwas wie eine Indianertrommel vorkommen. Es erklingt zum ersten Mal bei
Dark Moons Hinrichtung und macht diese Szene noch beklemmender. Später wird es immer
wieder aufgegriffen. Sehr leise bei McQueens Gespräch mit Commodore Ross über
"Naja-i" und bei General Radfords Geschichte über Dark Moons Leben; sehr
intensiv während der letzten Startvorbereitungen.
Kernige "Dialoge":
| Radford (zu Shane): |
In Ihnen sehe ich die Person, die ich
geworden bin, Jimmy ist der, der ich hätte werden können, aber ich gebe mich dieser
Vorstellung nicht geschlagen. Jimmy glaubte, er wäre ein Verbrecher, ich glaube
aber, er hätte es genausogut zum Helden bringen können. Morgen früh wird er das
beweisen. |
Eric Zerm
Copyright © 1999
Alle Rechte beim Autor. Nachdruck, aus Auszugsweise, Veröffentlichung oder
Vervielfältigung jeglicher Natur ist nur mit schriftlicher Genehmigung
des Autors erlaubt.
Space: Above and
Beyond and its respective images and logos are Copyrighted© 1995 by FOX
Television Broadcasting Corporation and Hard Eight Productions.
Erklärung: Diese Seite ist nicht
von FOX Television Broadcasting Corporation, Hard Eight Productions, Glen Morgan
oder James Wong autorisiert. Copyright Verletzung ist in keinster Weise
beabsichtigt !