Der hellste Stern

Nun ist es also wieder soweit.
Jahr für Jahr aufs neue, mal später und mal früher.
Wir haben Winter und heute ist es kalt, sogar sehr kalt.
Die Landschaft ist bedeckt aus einem weißen Kleid
und um mich herum ist es still geworden.
Diese Zeit ist so einsam und hoffnungslos.
An diesem Abend gehe ich auf den Dachboden unseres Hauses.
Frierend wende ich mich an das Dachfenster,
welches durch die Wärme angelaufen ist.
Ich nehme meinen Schal und verschaffe mir bessere Sicht.
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.
Nichts ist mehr verschwommen, sondern alles ist auf einmal ganz klar zu sehen.
Am Nachthimmel funkeln die Sterne, zu Tausenden kann ich sie erblicken.
Weitere Millionen und Milliarden für mich außer Reichweite.
Bei diesem unglaublichen und bezaubernden Anblick
läuft es mir eiskalt den Rücken herunter.
Ich bekomme Gänsehaut und ich erkenne wieder einmal,
wie winzig und zwergenhaft unsere geliebte Erde
im Vergleich zu der unendlichen Tiefe des Universums ist.
Und ich sehe wie klein und unbedeutend ich bin,
nur ein aberwitziger und winziger Bruchteil der ganzen Schöpfung,
ein Staubkorn in der Wüste, kaum wahrnehmbar.
Ja, ich sehe sie.
Tausende von leuchtenden Sternen und Nebeln, unzählige Galaxien.
Ich stelle mir die Frage, ob für jede liebe Person die wir verloren haben,
auch ein Stern leuchtet. Und ich frage mich, ob für meinen guten Freund
den ich verloren habe nun auch einer am großen Nachthimmel steht
und mich anstrahlt, wenn ich hinaufblicke.
Wie ich so in diesen Gedanken schwebe, muss ich eine Träne abdrücken.
Meine Gefühle sind zu stark um sie noch zurückhalten zu können.
Eine Träne folgt der anderen und verbindet sich zu einem großen Fluss,
der meiner Wange herunterläuft.
Ich sehe die Milchstraße vor mir, und ebenfalls einen großen Fluss,
den Fluss der Sterne. Als mir eine Träne auf den staubigen Dachboden fällt, erblicke ich etwas unglaubliches, wunderbar schönes.
Ich erlebe wie ein roter Riese in sich zusammenfällt und kurz darauf implodiert.
Ein neuer Stern wird geboren, für meinen alten Freund.
Und vielleicht werde ich ihn irgendwann wieder sehen.
Spätestens, wenn meine Träne zum Fluss der Sterne wandert...


(In Gedenken an alle lieben Menschen & Tiere, die wir alle bisher verloren haben!
Sie sind gestorben, aber sie leben in unseren Herzen weiter, ewig! Vergesst das nie!)

 

Jens (Master Gunnery Sergeant Vansen)

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Die Charaktere und Situationen der Serie "Space: Above & Beyond" wurden von Glen Morgan und James Wong, Fox Broadcasting und Hard Eight Productions kreiert und basieren auf ihren Ideen. Alle Handlungen in dieser Geschichte sind frei erfunden und nur die Charaktere stimmen mit "Space: Above & Beyond" von Glen Morgan und James Wong überein.

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