Die dritte Generation 

McQueen sah sich um und kniff dabei seine Augen etwas zusammen. Die Sonne schien heute besonders hell, das perfekte Flugwetter. Sein Blick wanderte gerade zum Hangar. Die Angry Angels waren zu dem Zeitpunkt gerade von einem Trainingsflug zurückgekehrt. Unter den Piloten befanden sich vier Anwärter, um einen Platz bei der besten Staffel des Corps. Bis auf einen, sind alle anderen Prüflinge mit Pauken und Trompeten durchgefallen. Sogar Lt. John Smith, von dem die Ausbilder sich viel erhofft hatten, war durchgefallen. Ungewöhnliche Fehler die dieser junge talentierte Pilot gemacht hatte. Doch nun war es für ihn vorbei, er hatte seine Chance und diese gründlich vergeigt. McQueens Blick erspähte die vier jungen Offiziere. Seine Augen ruhten auf einer jungen Frau. Die war jetzt schon fast so gut wie er selbst. Und das mit gerademal 24 Jahren. Es würde nicht mehr lange dauern, da war er sich ganz sicher und sie wäre ein volles Mitglied der Angry Angels. Sicherlich hatte sie das Zeug dazu, einmal einer der besten seiner Staffel zu werden. Eine Führungsposition traute er ihr ebenfalls innerhalb eines kurzen Zeitraumes zu. Solche außergewöhnlichen Marines gab es nicht oft, aber er hatte das Glück, einen davon zu erwischen. Noch etwas Feinschliff, mehr fehlte da nicht mehr. 

Elia Raven platzte fast vor Stolz. Ihre Laune war einfach spitzen mäßig, denn sie hatte es geschafft. Ihr großes Ziel erreicht und die Aufnahme bei den Angry Angels bestanden. All die Jahre hatte sie immer nur dieses eine Ziel vor Augen und hatte immer hart darauf hin gearbeitet. Ihr wurde nichts geschenkt und nur dieser Wunsch war für sie wichtig. Und nun war es endlich soweit. Mann, war das ein Feeling, aber es gab auch einen Wehrmutstropfen. Außer ihr hatte es leider keiner geschafft, sie hatte damit gerechnet, das es Smith auch noch schaffen würde, alleine was die Ausbilder so erzählt hatten, doch das was er so alles gezeigt hatte, war gut, aber so was reichte nie aus, für die Angry Angel. Eigentlich war jeder davon ausgegangen, das sie beide es zusammen packten, doch nun war sie alleine dabei. Schade, es wäre schon toll gewesen, noch jemanden dabei zu haben, der wie sie Anfänger bei dem Haufen sein würde, aber das Schicksal wollte es wohl anders. Wichtig war in diesem Augenblick nur eines, das sie es geschafft hatte. Das war ein Gefühl, sie hätte nie gedacht, dass es sich so verdammt gut anfühlen würde. Nun hatte sie frei und verabschiedete sich schnell von den anderen Anwärtern. Sie riss sich in deren Gegenwart zusammen, um ihre Freude und den Sieg ihres Traumes zu zeigen, doch auf dem Weg zum Parkplatz begann sie vor sich hinzupfeifen. Ziemlich schräg, aber es war deutlich auszumachen, das es ein fröhliches Lied sein sollte. Musikalisch war sie noch nie gewesen. Ihr erster Weg würde nach Hause gehen, ja, ihrem Ausbilder würde sie danach besuchen und die freudige Botschaft überbringen. Ihre Eltern sollten es als erste erfahren und zwar von ihr persönlich, nicht nur durch einen Anruf. Diese waren zwar nicht sonderlich begeistert von ihren Zukunftswünschen gewesen, aber sie akzeptierten sie. Sie fragten sich nur immer wieder, woher sie diese Flugbesessenheit hatte, denn beide Elternteile hatten Flugangst. 

Ihr Blick fiel auf ihren Wagen, vielleicht sollte sie doch erst zu ihren Ausbildern fahren und sie informieren, dann müsste sie aber mit dem Auto fahren, nein, den würde sie nicht nehmen. Heute hatte das Corps mal nicht Vorrang sondern ihre Familie. Und dorthin konnte sie leicht zu Fuß gehen. Es war ein wunderschöner Tag und sie wollte einfach mal etwas laufen. Und nach dem harten Training und diesen engen Cockpits tat das besonders gut. 

Mit einem zufriedenen Grinsen schlenderte sie durch die Straßen. Ihr Weg führte durch ruhige Gassen, in denen kaum ein Mensch zu sehen war. Die meisten Leute arbeiteten um diese Zeit. Hier konnte sie ihren Gedanken nachhängen und wurde nicht von dem Lärm der Hauptstraßen abgelenkt, auch wenn dieser Weg um einiges länger war. Aber was soll's, diese 15 Minuten brachten sie auch nicht um. Zum Stützpunkt zurück würde sie sich einfach ein Taxi nehmen oder ihr Dad konnte sie auch fahren. Wahrscheinlich eher das letztere. Auch wenn es nicht der Traumberuf war, den er sich für seine kleine Tochter vorgestellt hatte, so war er unglaublich stolz, auf das, was sie in ihrem Alter bereits geleistet hatte. Nur wegen ihr, hatte er angefangen sich mit Flugzeugen zu beschäftigen und sie hatten viele Male auf der Terrasse ihres netten kleinen Häuschen gesessen und darüber diskutiert, was nun welche Maschine für Vorteile hatte. Das Wissen ihres Vaters war nicht so ausgeprägt wie ihres, aber sie genoss diese Stunden unglaublich. Diese Nähe und auch die Liebe, die er ihr gegenüber empfand. Genau wie ihre Mutter. Sie konnte mit einem Blick mehr Wärme ausstrahlen, als manche Menschen in ihrem ganzen Leben. Und der Mittelpunkt ihrer Liebe war sie, Elia. Das einzige Kind. Geschwister hatte sie keine, den ihre Mutter konnte nach ihrer Geburt keine mehr bekommen. Es war zu einigen Komplikationen gekommen, die beide nahe an den Abgrund des Todes gebracht hatten, aber dann kam die besondere Stärke von beiden zum erstenmal zum Vorschein. So schnell, ließ sich ihre Mutter nicht unterkriegen und ihre Tochter kam da ganz nach ihr. So blieben sie eine kleine überschaubare, liebevolle Familie. 

Plötzlich tauchten vor ihr zwei unbekannte Männer auf. Elia wusste sofort, das die nichts Gutes brachten, nur Ärger bedeuteten. Aber davor hatte sie keine Angst, denn sie war nicht nur eine hervorragende Pilotin, sondern auch einer der besten Nahkämpfer des Stützpunktes. Ihre Anwesenheit verärgerte sie nur, da sie ihre schönen Gedanken unterbrachen und versuchten ihr diesen Traumtag zu versauen. Wenn die Probleme machen wollten, sie wäre dabei und würde ihnen ganz gehörig das Fell über die Ohren ziehen. Ruhig sah sie von einem zum Anderen, was für abgewrackte Typen das waren, schmuddelig und sie stanken auch nicht schlecht. Elia wollte etwas sagen, da spürte sie einen heftigen Schmerz im Genick. Automatisch fasste sie dahin, da zog sich wie Feuer der Schmerz durch ihren gesamten Körper, es war ihr als ob sie innerlich verbrannte, dann verlor sie das Bewusstsein. 

Colonel Masterson ging in Begleitung von Colonel McQueen auf das Vorstadthaus zu. Es lag in einer ruhigen Wohngegend, umgeben von einem dieser typischen Vorstadtgärten. Sehr gepflegt und freundlich. Normal und gut bürgerlich. Dahinter stellte man sich glückliche zufriedene Familien vor, ohne Sorgen ohne Probleme. McQueen hasste solche Besuche. Sie gingen ihm jedesmal an die Nieren. Masterson hatte bereits geklingelt, als sich McQueen neben ihn stellte. Beide waren in Ausgehuniform gekleidet und sahen bedrückt aus. Eine Frau mittleren Alters machte auf. Sie war attraktiv, aber etwas altmodisch frisiert und gekleidet. Sie lächelte die Männer freundlich an. Doch in der nächsten Sekunde änderte sich ihr Gesichtsausdruck und die Verzweiflung sah man in ihr hochsteigen. Sie sagte kein Wort sondern starrte die Männer nur mit wässrigen Augen an. Hinter ihr erschien ein um einige Jahre älterer Mann. Ebenfalls auf altmodische Art und Weise gekleidet und frisiert, aber sehr gepflegt. Masterson nickte ihm zu. "Mr. und Mrs. Raven, können wir reinkommen? Mein Name ist Colonel Masterson und das ist Colonel McQueen, wir sind vom Stützpunkt auf dem auch ihre Tochter stationiert ist." Mr. Raven nickte. "Wir haben uns bei der Abschlussprüfung bereits kennengelernt, Colonel Masterson. Kommen Sie bitte rein." Die Offiziere betraten das Haus. Sehr hell und freundlich eingerichtet, sehr familiär. McQueen ließ seinen Blick durch den Wohnraum, in den sie geführt wurden, streifen und entdeckte dort einige Bilder an der Wand. Sie zeigten alle ein und dasselbe Mädchen, in verschiedenen Altersstufen. Liebevolle Aufnahmen von einer geliebten Tochter. McQueen wurde mit einem mal die Luft zu stickig in dem Raum. Am liebsten wäre er sofort wieder umgekehrt, aber das ging nicht. Er musste es durchstehen. McQueen schob die Gefühle zur Seite und konzentrierte sich auf Masterson. Dieser endete gerade mit seinem Satz. "...bei einem tragischem Autounfall ums Leben gekommen." Masterson holte leise Luft und machte weiter. "Ich möchte im Name des Corps und in meinem Namen, Ihnen mein herzlichstes Beileid bekunden." "Ich möchte mich dem Colonel anschließen, Mr. und Mrs. Raven." McQueen wusste nicht ob es so richtig war, aber er kannte sich mit diesen menschlichen Gepflogenheiten als In Vitro nicht allzu gut aus. Doch die Eltern von Lt. Raven schienen nichts mehr aufzunehmen. Die Mutter weinte, lautlos. Das war bald noch schlimmer, als wenn sie geschrieen und getobt hätte. 

Bald darauf verließen die Offiziere das Haus der untröstlichen Eltern. Sie hatten selbst den Weg nach draußen genommen. Hier waren sie nun fehl am Platz und so fühlten sich die Männer auch. McQueen wandte sich nach einigen Minuten an Masterson, der mit hängenden Schultern neben ihm herging. "Was ist eigentlich genau passiert?" Dieser zuckte die Schultern. "Sie ist anscheinend mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren, hat die Kontrolle verloren und stürzte mit dem Wagen über die Klippen. Das Auto brannte vollständig aus. Von ihr selber ist nicht viel übrig geblieben. Sogar ihre Marke ist dabei zerstört worden. Anscheinend mit dem Metall des Wagens verschmolzen. Mehr weiß ich aber auch nicht." McQueen nahm sich vor, bei der Abteilung die für die Untersuchung des Unfalls zu ständig war, genauer nachzufragen. Diese Frau hatte außergewöhnliches Reaktionsvermögen, er konnte es sich einfach nicht vorstellen, das sie die Beherrschung über ihren Wagen verlieren konnte. Eigentlich wäre es gar nicht in McQueens Aufgabenbereich gefallen, die Eltern von dem Unglück zu informieren, sie war noch nicht offiziell ein Mitglied der Angry Angels, aber er kannte sie und wollte den Eltern persönlich sein Beileid ausdrücken. Der Rest seiner Schwadron wollte dies auch. Diese junge Frau, hatte sich den Respekt dieser Männer und Frauen hart erarbeitet und wenn sie auch nie mit ihnen fliegen würde, so sollte sie jedenfalls wie eine von ihnen verabschiedet werden. 

Masterson kannte Elia Raven bereits einige Jahre. Er hatte sie zum größten Teil ausgebildet und sie war mitunter durch sein Bestreben, so schnell zu den Aufnahmeprüfungen bei den Angry Angels zugelassen worden. Ihre Eltern kannte er ebenfalls schon von einigen Empfängen, bei denen sie immer von der begeisterten jungen Frau herum geführt wurden. Auch wenn er nicht mehr ihr direkter Vorgesetzter war, wollte Masterson nicht, das ein ihnen vollkommen Unbekannter das Grausame mitteilte. Bald darauf hatten die Männer den Stützpunkt mit ihrem Wagen erreicht. Sofort bemerkten sie, das es auf dem Stützpunkt ungewöhnlich hektisch zuging. Unruhe hatte den gesamten Bereich erfasst. Ein Sergeant kam auf sie zu gerannt. Sein Gesicht war kalkweiß und in seinen Augen war Angst zu erkennen. Er rief ihnen auf ziemlich militärisch untypische Art zu, das die Angry Angels sofort ausrücken müssten. Es sei Krieg mit einer unbekannten außerirdischen Rasse ausgebrochen.

Monate später auf der USS Saratoga. Die Wildcards kamen gerade von einer ihrer vielen Patrouillen zurück. Keinerlei Feindkontakt. Wie schon seit geraumer Zeit. Es schien fast so, als ob die Chigs sich aus dem Gebiet zurückgezogen hätten, es verlassen hätten. Jedenfalls konnte kein einzige Schwadron auch nur eine Spur von ihnen ausmachen. Doch würde der Feind dieses Gebiet wirklich aufgeben? Es war vom Geheimdienst als wichtiger Transportweg der Aliens deklariert. Ob diese Informationen stimmten? 

Glen Ross, der Commodore des Schlachtschiffes USS Saratoga, stand auf der Brücke und Sorgenfalten überzogen sein Gesicht. Wieder wurde kein Hinweis auf den Feind entdeckt. Aber auf Grund der Geheimdienstberichte, musste sich hier ganz in der Nähe einer der wichtigsten Chigsstützpunkte befinden. Doch wo? Jetzt sollte noch ein Colonel mit einem Spezialisten kommen und bei der Suche helfen. Ross konnte es nicht sonderlich leiden, diese Geheimdienstler an Bord zu haben. Diese Typen waren ihm nicht geheuer und vertrauen konnte man ihnen sowieso nicht. Man wusste eigentlich nie genau, warum sie wirklich da waren und ob sie einem nicht in den Rücken fielen. Noch dazu wurde der Spezialist von Aero Tech ausgerüstet, mit den Dingen, die auf den neuesten technischen Stand waren. Solche Ausrüstung, die seine Marines nie bekommen würden, obwohl sie diese wirklich dringend benötigten. Diese Ungerechtigkeit machte ihn zornig. 

Cooper schlenderte durch die Gänge der Saratoga und überlegte ob er erst ins Quartier seiner Schwadron, der Wildcards, gehen oder ob er vorher bei Wang im Aufenthaltsraum vorbei schauen sollte. Vielleicht konnte er den jungen Asiaten mal wieder etwas Ärgern, den heute kam ein wichtiges Spiel. Mal sehen. Der In Vitro kam gerade um die Ecke, als er Commodore Ross mit zwei Personen ein gutes Stück vor sich gehen sah. Obwohl er diese nur von hinten sehen konnte, wusste Cooper genau, das er die beiden nicht kannte, die gehörten nicht auf die Saratoga. Das mussten diese Typen sein, auf die Ross und McQueen schon seit Tagen warteten. Einer von ihnen sollte ein Spezialist sein, der ihnen beim aufspüren der Chigs behilflich sein sollte. Zweifel durchzogen Cooper, das dieser sogenannte Spezialist mehr fand, als die Wildcards. Der Gang vor Ross und seinen Begleitern wurde schmaler und die dritte Person ließ sich zurückfallen. Ross und der Größere gingen angeregt miteinander redend weiter. Doch die letzte Person blieb stehen. Coop erkannte an der Figur, die in einem schwarzen Overall steckte, das es sich um eine schlanke Frau handeln musste. Plötzlich drehte sie sich langsam um. Sie trug eine ungewöhnliche Brille, mit ganz dunklen Gläsern. Das Brillengestell verdeckte ihre Augen komplett. Nicht mal an den Seiten konnte man hinein sehen. Nun nahm sie diese ab und Cooper konnte ihn ihre Augen blicken. Ihm kam es so vor, als ob man ihm mit Wucht in den Magen geschlagen hätte. Dann drehte sie sich um und folgte den Anderen. Bewegungslos stand Cooper weiterhin da. Sein Atem ging schwer, er hatte das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen. Langsam zu ersticken. Alles drehte sich vor seinen Augen. Benommen lehnte er sich gegen die kalte Wand und glitt auf den Boden.

Nathan stürmte ins Quartier und wollte gerade seine Jacke aus seinem Schrank holen, als er Cooper in der Ecke kauern sah. Sofort richtete sich seine volle Aufmerksamkeit auf seinen Freund. Das was nicht in Ordnung war, erkannte man sofort. Er ging vor seinem Freund in die Hocke. "Hey Cooper, was ist den mit Dir los? Bist Du krank?" Doch dieser reagierte in keiner Weise auf seine Frage, starte weiter mit leeren Blick vor sich hin. West versuchte es noch einige Male von Cooper eine Reaktion zu bekommen, ohne Erfolg. Beunruhigt sah er ihn genau an, wollte ihn beruhigend die Hand auf die Schulter legen, doch dann hatte Nathan Angst, das er damit seinen Freund erschrecken könnte und es ihn dann noch schlechter ging. Die Sorge stand West ins Gesicht geschrieben und auch seine Hilflosigkeit. Er brauchte Shane, vielleicht drang sie zu ihm durch. Widerwillig verließ er das Quartier der Wildcards und suchte nach dem Captain ihrer Schwadron. Solch ein Verhalten hatte Cooper zu vor noch nie gezeigt, es machte Nathan richtig gehend Angst. Bald darauf kehrte er mit Shane zurück, aber von Cooper Hawkes fehlte jede Spur, er war verschwunden. Beide suchten nach ihrem Freund, aber dieser hatte sich sehr gut versteckt. Beunruhigt trommelten Shane und Nathan Vanessa und Paul zusammen. Zusammen machten sie sich auf die Suche und teilten sich bald darauf, um ihn nun vielleicht endlich zu finden. Auch diese Suche war von keinem Erfolg gekrönt. Nun konnte nur noch Colonel McQueen helfen. Sie machten sich geschlossen auf den Weg zu ihm, als ihnen Cooper entgegen kam. Erleichtert ging Shane auf ihn zu. "Mann, Cooper, wo warst Du den die ganze Zeit? Du hast uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Was ist den passiert?" Aber Cooper ging nur an ihnen vorbei, ohne sie zu beachten. Verwundert sahen sich die restlichen Wildcards an, um ihm dann zu folgen. Sein Weg führte ihn schnurstracks zum Quartier. Dort legte er sich in sein Bett, drehte sich zur Wand und zog die Bettdecke bis zum Kopf hoch. Verwirrt verfolgten die Wildcards Coopers Aktion. Keiner konnte sein Verhalten zuordnen. Er war zwar manchmal ein Rätsel in seinem Benehmen, aber so seltsam hatte er sich noch nie verhalten. Er wirkte geschockt und er sprach nicht, kein Wort. Sonst war er nicht so redefaul. Mit einem unguten Gefühl gingen nun auch die restlichen Wildcards ins Bett. Die schweren Sorgen um ihren In Vitro Freund im Kopf. 

McQueen schüttelte leicht den Kopf. Er befand sich auf dem Flugdeck und beobachtete sein Schwadron. Um genau zu sein, beobachtete er hauptsächlich Cooper Hawkes. Und nicht nur er tat das. Ihm fiel auf, das auch Vansen, West, Damphousse und Wang immer ein Auge auf ihren Kameraden hatten. Der Colonel deutete Shane an, zu ihm zu kommen. "Vansen, was ist mit Hawkes los? Er benimmt sich schon seit zwei Tagen so seltsam?" Shane zuckte mit den Schultern. "Wir wissen es nicht, Sir. Wir haben es alle versucht, aber er redet kaum noch ein Wort und ist sehr in sich gekehrt. Schlafen tut er auch kaum noch. So hat er sich noch nie verhalten. Jeder von uns macht sich große Sorgen um ihn. Doch seinen Dienst erledigt er absolut tadellos, sogar besser als sonst. Mir kommt es so vor, als ob es das einzige ist, das ihn interessiert." McQueen gefielen die Worte seines Schwadron Captains überhaupt nicht. Trotzdem schickte er sie an ihre Arbeit zurück. Er musste so schnell wie möglich mit Cooper Hawkes reden. Zuvor hatte er aber noch einen wichtigen Termin bei Commodore Ross und seinen beiden Gästen. In störten diese Leute ungemein. Er hatte die gleiche Einstellung zum Geheimdienst wie Ross und am meisten nervten ihn, das er bis jetzt nicht sagen konnte, wie diese Frau genau aussah. Sie stand immer so, das von ihrem Gesicht nicht viel zu sehen war. Ihm war bewusst, das sie das auch so beabsichtigte. Sie wollte nicht richtig erkannt werden, doch warum? Was sollte das wieder für ein undurchsichtiges Spiel werden? Und auch Ross Anspielungen wegen ihrer ungewöhnlichen Augen beunruhigte ihn. Sie trug in seiner Gegenwart immer diese seltsame Brille. Ein Model das er zuvor noch nie gesehen hatte. Und nun hatte er zu alledem auch noch einen jungen In Vitro, der sich vollkommen untypisch verhielt. Sein Blick wanderte, bevor er den Raum verließ, nochmals zu Cooper. Er machte seine Arbeit hervorragend, noch nie hatte er ihn so derart konzentriert erlebt. Doch dieser hektische Blick immer wieder zwischendurch, das verstörte Umblicken, gefiel ihm ganz und gar nicht. Ihm kam es so vor, als ob Cooper damit rechnete, jederzeit angegriffen zu werden. Doch von was und hier auf der Saratoga? Beim Einsatz konnte er es ja nachvollziehen, doch auf dem Schlachtschiff keines Wegs. Seufzend verließ er das Flugdeck. Seine Gedanken hingen noch weiter bei Hawkes.

Fortsetzung folgt

Autor: Christine

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Die Charaktere und Situationen der Serie "Space: Above & Beyond" wurden von Glen Morgan und James Wong, Fox Broadcasting und Hard Eight Productions kreiert und basieren auf ihren Ideen. Alle Handlungen in dieser Geschichte sind frei erfunden und nur die Charaktere stimmen mit "Space: Above & Beyond" von Glen Morgan und James Wong überein.

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