EIN BERICHT ZUR SPACECON 3 10.6. - 12.6.2000

Teilnehmer: Andre, Vanessa, Florian, Silke, Liane, Silvia und Armin, Susann und Lothar
special guest star
: Andreas - und last but not least meine Wenigkeit

Tag 1 - Die Odyssee durch Deutschland und der fast erlittene Hungertod

Und wieder war ein Jahr vorbei und die nächste Spacecon stand vor der Tür - wie schnell die Zeit vergeht!

Doch bevor ich zum eigentlichen Thema komme, hier zunächst wie auch letztes Jahr die Beschreibung meiner Zugfahrt - denn immerhin habe ich ja den weitesten Anfahrtsweg und daher jede Menge zu erzählen. Und außerdem hat Liane (der General) gesagt, ich soll einen 4-Seiten-Bericht schreiben (kleiner Scherz am Rande...), da muss ich doch einfach weiter ausholen!

Ich weiß, es klingt unwahrscheinlich, aber ich bin genau 6.01 Uhr aus Berlin losgefahren. Ratet mal, wann ich morgens (ähhh nachts!) aufgestanden bin??

Dank Wochenendticket kam ich nach 5mal umsteigen 17.40 Uhr in Schweinfurt an!

In der Zeit hätte ich bestimmt bequem nach Südamerika fliegen können... Aber das wäre bestimmt nicht so aufregend gewesen, wie bei 30°C mit dem Bummelzug durch Deutschland zu tingeln.

Und wenn ich den einen Zug nicht verpasst hätte, wäre ich auch schon 13.53 Uhr angekommen.

Na ja , aber was sind schon 3 Stunden Verspätung, wenn es um die Deutsche Bahn geht.

Immerhin hatte ich Zeit, um eine komplette Tageszeitung und ein Buch von 90 Seiten zu lesen, einen Brief zu schreiben, Walkman zu hören und blöd aus dem Fenster zu schauen - man muss eben immer positiv denken.

Vom Bahnhof wurde ich von Andy und Liane abgeholt - und natürlich von Bonnie, dem "kleinen" Hund, der sich dann auf dem Autorücksitz so breit gemacht hat!

Die Pension war auf jeden Fall noch besser als die vom letzten Jahr - ich glaube, wir steigern uns immer mehr!

17 Uhr ging das Meeting offiziell los. Ich habe mich etwas gewundert, weil wir so wenig waren, aber leider gab es drei Absagen und eine "Verschollene" (What happened to Sandra?!") - so waren wir eine sehr "übersichtliche" Gruppe.

Zum Einstieg gab es etwas "Leichtes" zu tun: 2 Puzzles zusammenzusetzen! Zu diesem Zweck wurde unser Grüppchen in zwei noch kleinere Grüppchen aufgeteilt, jeder bekam ein Puzzle, das wiederum aus vier einzelnen mousepadgroßen Teilen bestand, die man zusammensetzen und dann zusammenschieben musste, damit das Bild entstand.

Was soll ich sagen? 2 Stunden später war die erste Gruppe fertig. Die Gruppe, in der ich drin war, wurde dann etwas später fertig mit Hilfe der anderen (aber wir hatte ja auch das schwerere Puzzle - wie sollte es anders sein?).

Heraus kamen übrigens ein Bild von Wang und eins von Damphousse.

Danach machten wir uns endlich auf den Weg, um Essen zu gehen. Ich hatte ja sooo einen Hunger!!! Mein Magen schleifte schon auf dem Boden (oder war es meine Zunge?...).

200 m die Straße runter hatten wir eine nette Örtlichkeit gefunden - draußen auf dem Hof - so dass fast schon Biergartenstimmung aufkam (soweit das ohne Bier möglich war...).

Ich habe die Zeit gestoppt, die benötigt wurde, um unser Essen zu servieren - 1 ½ Stunden! Jetzt wusste ich auch, warum auf der ersten Seite der Speisekarte stand, dass man nicht ungeduldig werden sollte, wenn es "etwas" länger dauert, weil alle Speisen "ganz frisch zubereitet" werden würden.

Und mein Essen kam mal wieder zum Schluss - was habe ich leiden müssen!

Gegen 23 Uhr waren wir wieder in der Pension. Nun kam das SpaceQuiz. Die Fragen bezogen sich diesmal auf eine Spacefolge und damit allen das Gedächtnis wieder aufgefrischt wurde, haben wir uns diese Folge (es war "Für immer treu") angesehen.

Vanessa hat sich die Augen ausgeheult (brauchst dich ja nicht zu schämen - smile...) - und wer weiß, wer sonst noch...

Danach kamen Fragen dazu. Es waren ein paar einfache dabei, z.B. "Was waren die letzten Worte, die Shane am Ende vor dem Absturz auf dem Planeten sagt?" , aber am besten war doch "Wie viele Chigfighter sind auf dem Bildschirm der Saratoga zu sehen, als die Homeward Bound angegriffen wird?" oder "In welcher Reihenfolge verlassen die WildCards ihren Raum, als sie zur Rettungsmission aufbrechen?" (Hääääh ...!) oder "Wann war die Landung der Alliierten in der Normandie ?" (Ich hab’s gewusst! Ich hab’s gewusst ! Wenigstens diese eine!).

Natürlich hat keiner die vollen 28 Punkte erreicht. Erster Platz wurde mit 17 Punkten Silke! Herzlichen Glückwunsch! Ich kam immerhin noch auf den 2. Platz mit 15 ½ Punkten.

Als Gewinne gab es eine Space-Tasse, T-Shirts und tolle Space-Bilder (Computerausdrucke), in Folie eingeschweißt.

Nach dem Quiz war dann allgemeiner Gedankenaustausch angesagt. Sämtliche SF-Filme und Serien kamen unter die Lupe. Leider wurde am meisten auf LEXX herumgehackt - und zwar nicht nur auf der Serie (was verständlich wäre), sondern auch auf den Filmen.

Na ja, jedem das seine...

Bald darauf (ich glaube, es war gegen 1 Uhr) waren wir schon so müde, dass wir uns in unsere Betten verzogen, bevor wir an den Tischen einschliefen.

Tag 2 - Das ultimative Space-Spiel

Frühstück gab es um 9 Uhr - eine "humane" Zeit würde ich sagen. Anmerkung: Es gab diesmal keine Zuckerwürfelschlacht! Ich weiß ja nicht, woran es lag, aber wir haben uns wirklich zivilisiert verhalten.

Und dann begann endlich das Spiel. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein paar Veränderungen - es ist natürlich härter geworden! Es kam nämlich noch ein "Mensch ärger’ dich nicht" - Aspekt dazu. Es war gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten.

Als Ereigniskarten gab es nun auch die Scharade - wo man mit Pantomime irgendeinen Charakter aus der Serie nachahmen musste. Am besten fand ich die Darstellung von Paul - ich weiß nicht mehr, wer ihn nachgeahmt hat (Vanessa oder Silke) - aber der angedeutete Wurf mit dem Football war super!!! Man hat sofort gewusst, wer gemeint war!

Nachdem durch das Kaufen von Planeten nicht mehr viel zu holen war, trat das Spiel in seine "heiße Phase" ein - d.h. die Planeten, Trägerschiffe, sogar die Tun Tavern(!) wurden gnadenlos von den gegnerischen Mannschaften angegriffen (natürlich nur mit dem Würfel).

Ein besonders begehrter Planet war übrigens Anvil gewesen. Das war wie bei einem Ping Pong Spiel - erst gehörte er Team Rot , dann Team grün - das ging hin und her und her und hin!

Andauernd hieß es "Angriff !!!"

Und plötzlich hieß es auch noch , dass mein Team (Gold) mit dem Krieg angefangen hätte!

Wer wir ??? Unschuldsmiene...

Gegen 23 Uhr kam uns erst die Erkenntnis, dass wir ja eigentlich Menschenhandel trieben, weil wir doch die Marines-Einheiten (in Form von Zubehörkarten) hin- und hertauschten. Außerdem waren es ja eigentlich schon Zombie-Einheiten, weil sie bei einigen Schlachten bereits draufgegangen waren. Aber wer achtet schon auf solche Details?

Es gab auch wieder das von allen geliebte und gefürchtete Feld "Bougus’ Ausbildungscamp". Ich bin da gleich 2mal raufgekommen! Zusammen mit einer anderen Ereigniskarte musste ich im Laufe des Tages 13 Liegestütze machen!!!

Und Armdrücken auch - mit Vanessa. Da wir gleichstark (bzw. gleichschwach) waren, hat es nicht so ganz geklappt. Außerdem hatten wir durch die Temperaturen im Raum so schweißnasse Hände, dass wir regelrecht weggerutscht sind. Na ja , Armdrücken ist eben doch nicht so einfach, wie man sich das vorstellt (oder wir haben uns zu blöd angestellt...).

Zum Thema Essen: In dem Örtchen gab es auch einen Griechen. Und um an die Tradition des letzten Jahres anzuschließen, sind wir dort essen gegangen!

Ein beliebtes Gesprächsthema war mal wieder die deutsche Sprache. Da wir aus allen Teilen Deutschlands kamen, konnte man richtig schön deutsche Sprachforschung betreiben.

Das Ergebnis für mich selbst: Mein "Berlinerisch" kann mit den anderen Dialekten nicht mithalten, aber ich bin stolz auf mein gepflegtes Hochdeutsch!

Zum Wetter: Es war viel zu gut gewesen für unser Meeting. Im Gegensatz zu den letzten beiden Treffen hat es nicht geregnet. Deswegen gab es auch keinen Geländemarsch - kein "im tiefsten Schlamm...".

Bei 30°C wäre das auch unser Ende gewesen (Obwohl... Wenn ich so an den Sportunterricht damals in der Schule zurückdenke... da haben wir auch ab und zu 1 bis 2 km-Läufe bei 30°C in praller Sonne gemacht... Ja ja , was war damals die Schulzeit schön...).

Zum Mittag und Abendessen haben wir natürlich eine Pause gemacht - aber ansonsten haben wir den ganzen Tag gespielt - bis an die Grenzen der Belastbarkeit! Das waren bestimmt 8 Stunden gewesen.

Es gab auch wieder Fragekarten mit deftigen Spacefragen. Leider war ich nicht so fit wie letztes Jahr gewesen, aber ich muss zugeben, dass ich mir die Spacefolgen schon sehr lange nicht mehr angesehen habe. Aber fragt mich mal einer was zu "Meuterei" - da werde ich alles wissen!

Als wir endlich mit dem Spiel zu Ende kamen und einen Sieger (das rote Team: Silke & Vanessa) gekrönt haben, ging es an die Beförderungen.

Also ich bin nun schon Staff Sergeant! Nicht schlecht oder? Ich glaube, jetzt kann ich endlich auch Rekruten ausbilden (oder muss man dafür Sergeant Major sein ...). JA JA JA !!! Leute quälen und Liegestütze machen lassen - das ist genau der richtige Job für mich! Wie würde Florian jetzt sagen - Master of Pain!

Gegen 1 Uhr nachts waren wir fertig - und ich denke, das sieht man uns auch auf dem Gruppenfoto an, dass man von uns (gemeinerweise) zu dieser Zeit gemacht hat. Eigentlich hätte die Uhr, die im Zimmer hing, als Beweis mit fotografiert werden müssen!

Tag 3 - Der tränenreiche Abschied

Aufgewacht bin ich mit einem schrecklichen Muskelkater - von den Liegestützen!!! Ja ja , das kommt davon, wenn man nach sehr langer sportfreier Zeit Muskeln beansprucht, von denen man normalerweise gar nicht weiß, dass sie überhaupt existieren...

Das Frühstück war gut (außer dass es keine Cornflakes oder Orangensaft gab...).

Losgefahren sind wir alle nach und nach ab 9.30 Uhr - ich um 10.07 Uhr . Angekommen bin ich schon 18.20 Uhr in Berlin. Man sollte eigentlich meinen, dass die Züge zu Pfingsten voll wären, aber dem war nicht so. Hat es sich etwa herumgesprochen, dass die Deutsche Bahn nicht unbedingt das optimalste Reiseverkehrsmittel ist?

Zu Ostern sah die Sache nämlich noch ganz anders aus - aber das ist eine andere DB-"Fun-Story"...

Für das nächste Meeting wird es noch ein zweites Spiel geben. Unser Space-Spiel mit einer Mischung aus Monopoly, Mensch Ärger’ dich nicht und noch ein paar anderen Spielen reicht eben nicht mehr aus (>smile<).

Florian will ein Space-Strategiespiel entwickeln. Da ist dann nichts mehr mit einfachem Würfeln und Figürchensetzen, dann muss man richtig denken! Dann ist endlich Schluss mit lustig (und hoffentlich auch mit den Liegestützen! Oder kennt jemand ein Strategiespiel, wo man so was machen muss ??).

Und wer weiß, was sich Liane und Silvia noch so alles einfallen lassen ?

Also bis nächstes Jahr! Und dann hoffentlich wieder mit einer höheren Teilnehmerzahl...

Claudia Silberborth

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Die Charaktere und Situationen der Serie "Space: Above & Beyond" wurden von Glen Morgan und James Wong, Fox Broadcasting und Hard Eight Productions kreiert und basieren auf ihren Ideen. Alle Handlungen in dieser Geschichte sind frei erfunden und nur die Charaktere stimmen mit "Space: Above & Beyond" von Glen Morgan und James Wong überein.

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