SPACECON 4
18.5.2002
Wie immer beginnt mein Bericht mit einer ausführlichen Beschreibung meines Anfahrtsweges, immerhin war ich ja wieder mit der Deutschen Bahn unterwegs, das versprach doch gleich spannend zu werden !
8.52 Uhr ging es von Berlin los bzw. sollte es losgehen, hätte mich nicht gleich auf dem Bahnsteig eine nette rote Schrift darauf hingewiesen, dass der Zug bereits 5 Minuten Verspätung hätte. Angesichts meines engen Zeitplans (immerhin war ich mit dem Wochenendticket unterwegs und hatte dementsprechend viele Umsteigevorgänge vor mir) war das natürlich schon kritisch. Aber wie heißt es doch so schön ? Don’t Panic !!!
Nach viermaligem Umsteigen und z.T. überfüllten Zügen kam ich dann (sogar pünktlich !)um genau 14.52 Uhr in Marktredwitz an. Ich war natürlich wieder mal die letzte, aber hey, ich komme aus Berlin, ich darf das !
Zuerst sind wir zu unserer Pension, mein Gepäck abladen (war ja nicht gerade wenig gewesen, obwohl ich wie immer nur das Wichtigste eingepackt habe). Als alles verstaut war, ging es erstmal auf Nahrungssuche. Wie nicht anders zu erwarten war, hatte um diese Zeit nichts mehr auf, denn die Mittagszeit war schon rum, und für’s Abendessen war es noch zu früh. Also haben wir in unserer Pension gegessen. Die Speisekarte war sehr übersichtlich (2 Seiten), so dass sich jeder gleich für etwas entscheiden konnte.
Danach sind wir zum „Dorfkino“ (für so eine kleine Stadt war es eigentlich ziemlich groß gewesen !) gelaufen und haben uns Karten für „Episode 2“ besorgt. Zum Glück hatte jemand diese glorreiche Idee, denn schon während meiner Zugfahrt hatte ich mir überlegt (ja, ich hatte viel Zeit zum Nachdenken...), dass wir uns den Film ansehen könnten, und kaum war ich da, hieß es gleich, wie wäre es denn, wenn... Schön, wenn das mit dem Gedankenlesen klappt.
Ich hatte den Film ja schon am Mitwoch zuvor in der Premiere gesehen, aber da er nicht so schlecht war wie „Episode1“ war, konnte man ihn sich nochmal ansehen.
Als das erledigt war, ging es wieder zurück zur Pension, wo Silvia unser Treffen offiziell mit einem Fanfarenstoß eröffnete ! Wir waren in einer Art kleinem Kellergewölbe untergebracht, war richtig heimelich, und wir waren ungestört. Nachdem Silvia noch jede Menge Süßkram und Pistazien auf dem Tisch plaziert hatte, konnte es losgehen - und zwar mit Kates Space-Rollenspiel.
Wie bei so einem Spiel üblich, hat jeder ein Charakterblatt bekommen, wo er nach Lust und Laune und natürlich nach jeder Menge Regeln seinen ganz persönlichen Charakter aufbauen konnte. Das hat erstmal eine Weile gedauert, denn schließlich musste man ja u.a. diskutieren, ob ein Schweizer Taschenmesser zur Ausrüstung oder zur Bewaffnung zählt, bzw. man musste darüber nachdenken, gegen was man wohl eine Allergie haben könnte oder was im eigenen Vorstrafenregister steht. Andere Personen (ich will jetzt keine Namen nennen!) hatten es da einfacher, sie haben sich einfach als Handicap eine Amnesie angedichtet, und schon hatten sie keine Probleme mehr (grins).
Endlich konnte unsere Mission starten. Schnell fiel mir auf, dass ich ja als Major das Kommando über die Truppe hatte und durfte somit die taktischen Entscheidungen treffen, was für ein kranker Scherz (grins). Als wir nun ganz friedlich im Transporter durchs All dümpelten auf dem Weg zur Saratoga, wurde die Ruhe gleich durch ein unbekanntes Objekt gestört. Nachdem man mir nahelegte, ich solle es doch gleich abschießen lassen, war ich eher der Meinung, ein paar nette kleine Ausweichmanöver fliegen zu lassen, die aber dazu führten, dass meine Mannschaft irgendwie an den Wänden und Scheiben klebte und sich am Ende des Manövers ihres Mageninhaltes entledigen musste.
Und letztendlich musste ich das Objekt doch abschießen, weil es einfach nicht abzuschütteln war und wir nicht herauskriegen konnten, was es eigentlich war. Und im Zweifelsfall ist nunmal alles feindlich gesinnt, oder ?
Immerhin haben wir es doch auf die Saratoga geschafft, obwohl es ziemlich knapp war mit dem Treibstoff - hatte ich das Asteroidenfeld schon erwähnt ??? Dummerweise waren die WildCards gerade unterwegs, aber dafür bekamen wir einen Vorgesetzen - Colonel Cobra !!! Der war nicht besonders nett zu uns und verdünnisierte sich immer dann, wenn es Entscheidungen zu treffen gab, so dass ich weiterhin das Kommando hatte.
Wir bekamen auf jeden Fall eine Mission auf einem Kolonistenplaneten zugewiesen. Und da hatten wir uns mit allem Möglichen herumzuschlagen: mit misstrauischen Kolonisten, einem anderen Marine-Team, Silikanten, unserem Chigbotschafter (in Form von Silvia, sorry, ich kann Deinen Namen nicht buchstabieren), der Flora und Fauna des Planeten, meiner Unfähigkeit, eine vernünftige Strategie und Taktik anzuwenden (zum Glück gab’s ja Andre, der hat das dann für mich gemanagt) usw. Aber am Schluss waren wir siegreich, ist doch klar...
Was ich hier in den paar Zeilen schreibe, ist zwar relativ schnell erzählt, in Wirklichkeit hat es sich über ein paar Stunden abgespielt und war harte Arbeit !!!
Wir haben gegen Abend unterbrochen, um ins Kino zu gehen (22.50 Uhr). Irgendwann gegen halb oder um 2 Uhr nachts kamen wir wieder, etwas müde und reif für’s Bett. Um 9 Uhr war ja schon wieder Frühstück angesagt.
19.05.2002
Frisch und munter fanden wir uns dann also am gleichen Tag nur ein paar Stunden später wieder ein. Das Frühstück war gut, somit waren wir für das Rollenspiel motiviert und schlugen dort unsere Schlacht.
Mittags sind wir zum Italiener und haben uns mit Pizza und Nudeln vollgestopft. Hinterher konnten wir uns nur noch rollend vorwärtsbewegen (grins).
Hatte ich schon das Wetter erwähnt ? Statt Sonnenschein erwartete uns Regen Regen Regen ! Und das den ganzen Tag - was für eine Abwechslung !!!
Nachdem wir das Rollenspiel erfolgreich überstanden hatten, schauten wir uns „Soulkeeper“ an. Das ist der Film, wo Rodney eine richtig große Rolle hat (endlich mal !) und der zudem überaus witzig ist (auch wenn wir nicht alle Witze verstanden haben, weil der Film in englisch war).
Die Zeit verging wirklich schnell, wir haben es noch nicht mal geschafft, uns eine Spacefolge anzuschauen, obwohl Silvia alle Folgen mitgebracht hatte (wir sollten uns alle schämen !!!). So ist mein Drinking game auch nicht rangekommen, aber das war sowieso eher ein Scherz als ein Spiel, ihr könnt es ja hier nachlesen. Es ist noch ausbaufähig, also wer will, der kann sich sein eigenes Spiel zusammenstellen !
Man sollte es kaum glauben, aber wir sind am Abend wieder zum Italiener gegangen, obwohl sich der Hunger diesmal in Grenzen hielt. Dann sind wir wieder zur Pension getrabt.
Nun ging es an Margits Quiz. Statt eines einfachen Stück Papiers überreichte sie jedem ein dickes Aufgabenheft, das mich schmerzlicherweise an meine Klausuren an der Uni erinnerte, die sind auch immer voller Multiple choice-Aufgaben !
Bei den Fragen drehte es sich hauptsächlich um die Namen der Schauspieler, aber natürlich nicht um die Hauptdarsteller, sondern Nebendarsteller. Z.B. wurde nach dem Namen des Schauspielers gefragt, der in „In der Höhle des Löwen“ den Überlebenden spielte, von dem West die Infos bekommt! Häh ???!!! Nach dem Ausschlussprinzip vorzugehen, war nicht unbedingt sinnvoll (so wie ich es tat). Ich ging nämlich davon aus, dass eine Name wie „French Stewart“ nur ein Witz sein könne und deshalb nicht in Betracht komme, aber nein, natürlich war es doch dieser Name gewesen!!! Wir haben uns alle sämtliche Zähne ausgebissen - danke Margit !!!
Auf jeden Fall gab es tolle Preise zu gewinnen: ein Space-Basecap und Spacecomics. Den 1. Platz machte diesmal nicht Silke (danke !!!), sondern ich, dafür kam sie auf den 4. Platz, Andre auf den 2. Platz und Christian auf den 3. Platz.
Ach ja, Silvia hatte sich noch die Arbeit gemacht, für jeden von uns eine Spacetasse zu machen - danke schön !!!
Eigentlich hat Silvia ja eine ganze Menge von zu Hause mitgeschleppt, wenn ich es mir recht überlege. Z.B. einen Teil ihres Chigkostüms. Zum Glück warnte sie uns rechtzeitig davor, den Helm aufzusetzen, denn den bekäme man nur schwer wieder ab (das Problem kennt Cooper ja - grins). Schade eigentlich, genau das war meine erste Reaktion gewesen: Erstmal den Helm aufsetzen !!!
Sie hatte noch einen zweiten Helm mit - das war einer der Originalhelme aus der Serie !!! Wir sind regelrecht vor Ehrfurcht davor erstarrt !
Silvia hatte auch noch ein Spiel vorbereitet, aber das haben wir leider nicht mehr geschafft, dabei war ich so gespannt darauf gewesen ! Na dann eben beim nächsten Treffen...
20.5.2002
Silke hatte Geburtstag und wusste nichts von ihrem Glück, von uns mit einer dicken fetten Sahnetorte überrascht zu werden !!! Nur leider war es nicht so einfach gewesen, nach dem reichlichen Frühstück gleich noch ein Stück Torte reinzuschieben, aber wir haben es immerhin geschafft, ¾ davon aufzuessen. Den Rest hat sie mitgenommen - der ist dann wahrscheinlich auf der Rückfahrt im Auto dahingeschmolzen (grins).
Auf der Torte stand folgender Text: „Herzlichen Glückwunsch Semper Fidelis Friend“
Danach gab es noch das übliche Beförderungsritual bzw. das Verteilen von Urkunden, damit sich jeder wichtig fühlen konnte !!!
Last but not least ging es dann ans Fotoshooting, dessen Ergebnis ihr ja hier im Heft sehen könnt - und gegen 11.30 Uhr machten wir uns langsam aber sicher auf den Heimweg.
Mein Zug fuhr ja erst kurz nach 13 Uhr, aber Dank Margit & Alex, die ebenfalls am Bahnhof auf dem Zug warteten, wurde es nicht langweilig.
Jo, und das war’s auch schon gewesen, bleibt nur noch zu erwähnen, dass ich gegen 20 Uhr zu Hause war, weil ja der letzte Zug, in dem ich nach dreimaligem Umsteigen saß, ganze 25 Minuten Verspätung hatte, na ja, und in Berlin selbst stand mir noch das übliche Chaos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bevor ...
Insgesamt war das Treffen wie immer sehr lustig gewesen, man hatte viel zu reden und zu essen !
Es wäre schön, wenn das nächste Mal noch mehr Leute kommen würden, denn der Club besteht ja nicht aus uns 11 Marines - wir beißen ja nicht (jedenfalls nicht, wenn wir vorher schon beim Italiener waren und satt sind - grins).
Wahrscheinlich geht es nächstes Jahr wieder nach Marktredwitz - wer weiß ?
Claudia
c/o Major Susan "Silverbird" Ann Bowman
Copyright © 1999
Alle Rechte beim Autor. Nachdruck, aus Auszugsweise, Veröffentlichung oder
Vervielfältigung jeglicher Natur ist nur mit schriftlicher Genehmigung
des Autors erlaubt.
Die Charaktere
und Situationen der Serie "Space: Above & Beyond" wurden von Glen
Morgan und James Wong, Fox Broadcasting und Hard Eight Productions kreiert und
basieren auf ihren Ideen. Alle Handlungen in dieser Geschichte sind frei
erfunden und nur die Charaktere stimmen mit "Space: Above & Beyond"
von Glen Morgan und James Wong überein.
Erklärung: Diese Seite ist nicht von FOX
Television Broadcasting Corporation, Hard Eight Productions, Glen Morgan oder
James Wong autorisiert. Copyright Verletzung ist in keinster Weise
beabsichtigt !