SpaceCon 4 

Teilnehmer: Silvia, Chris, Andre, Claudia, Silke, Susan, Lothar, Kate, Christoph, Alex, Margit 

Tag 1: Irgendwo im sonnigen Süden... 

Am 18. Mai 2002 war es endlich mal wieder soweit - nachdem es im letzten Jahr kein Clubtreffen gegeben hatte, sollten sich in diesem Jahr 12 wackere Marines - naja, eigentlich 8 Marines, 2 Chigs und 2, ähm, Zivilisten oder sowas Ähnliches - in Marktredwitz, einem beschaulichen Örtchen in der Nähe der tschechischen Grenze, treffen. Ursprünglich sollte das Ganze ja in Erlabrunn stattfinden, aber dann haben irgendwelche uns offensichtlich feindlich gesonnenen Lebewesen beschlossen, sich übers Pfingstwochenende ebenfalls in der Pension in Erlabrunn einzuquartieren - diese Schweinebacken! - und da dann nicht mehr genug Zimmer für uns da gewesen wären und offenbar keiner große Lust darauf hatte, 2 Nächte im Auto zu verbringen, mussten wir dann auf den "Bairischen Hof" in Marktredwitz ausweichen. Nicht die schlechteste Entscheidung, wie sich herausstellen sollte... 

Für mich begann der Samstag so gegen 7.45 Uhr, als mein Wecker losklingelte - naja, eigentlich war ich schon eher wach - die Vorfreude auf die 4-stündige AutobahnfahrtJ - und ich dann nach etwa halbstündiger Aufwachphase - müde war ich schon noch irgendwie - aus dem Bett krabbelte. Meine Sachen hatte ich größtenteils schon am Vorabend gepackt -man will ja direkt am Reisetag nicht noch sein ganzes Zimmer auf der Suche nach irgendwelchen Dingen auf den Kopf stellen müssen - und nachdem ich dann meine sämtlichen Taschen - ich gehöre zu den Menschen, die lieber ein wenig mehr einpacken als die Hälfte zu Hause zu vergessen - im Auto verstaut hatte und mich dann beim Bäcker mit ein paar Leckereien für die Fahrt eingedeckt hatte, ging es gegen 9.15 Uhr auch schon los.

Den Routenplaner aus dem Internet hatte ich die ganze Zeit griffbereit neben mir liegen, aber ich wusste auch so, wo in etwa ich lang fahren musste.

Erst ein bisschen über die A33, dann bei Wünneberg-Haaren auf die A44 Richtung Kassel... und dann waren da noch die A7, die A70 und etwa einen halben Kilometer lang die A9 und dann hatte ich die Fichtelgebirgsstrasse, die mich geradewegs nach Marktredwitz führen sollte, auch schon erreicht. Laut dem Routenplaner waren das ziemlich genau 447.82 Kilometer und auf fast jedem einzelnen Meter konnte ich mich ausführlich über 2 wirklich störende Dinge ärgern - zum einen die ungefähr 1 Milliarde kleinen Viecher, die auf meiner Windschutzscheibe Selbstmord begingen - vielleicht habe ich sie auch ermordet, aber die Teile sollten schlau genug sein, auf der Autobahn nicht so niedrig zu fliegen - und zum anderen Autofahrer, die es nicht für nötig halten, von der linken auf die rechte Spur zu wechseln, wenn man von hinten mit 200 km/h angerauscht kommt, und das obwohl rechts weit und breit kein Auto zu sehen ist. Grrrrrr - wie gut das die alle nicht gesehen habe, wie ich ihnen unterhalb der Beifahrertür den Mittelfinger entgegen gestreckt und sie mit Wörtern beschimpft habe, die ich an dieser Stelle nicht wiederholen möchte. Soviel zu dem Thema...

In Marktredwitz habe ich dann, obwohl nicht ortskundig, auch gleich mal eine Abkürzung gefunden und diese wagemutig ausprobiert, was dazu führte, das ich auf einmal keine Peilung mehr hatte, wo ich war, etwa 5 Minuten später aber auf einmal den "Bairischen Hof" vor der Nase hatte - keine Ahnung, wo der auf einmal her kam - und den hinter mir fahrenden mit einem abrupten Brems- und Abbiegemanöver leicht überraschte.

Juhu, Ziel gegen 13.20 Uhr erreicht! 

Nachdem ich meine müden Knochen auf dem Parkplatz etwas gestreckt hatte, begab ich mich dann auf die Suche nach der Rezeption, wo mir ein netter Mann - ich weiß gar nicht, wer das war, aber ich habe ihn im Laufe der nächsten beiden Tage noch des öfteren gesehen - auf meinen Hinweis, dass ich zur Gruppe von Silvia Felser gehören würde, verkündete, dass schon fast alle eingecheckt hätten. Der Mann meinte dann nach einem kurzen Blick in seine Reservierungsliste auch gleich zielsicher "Sie sind bestimmt Frau Hölscher!" und beeindruckt nickte ich mit dem Kopf. Im Nachhinein war es allerdings gar nicht mehr so beeindruckend, denn der Typ hatte ohnehin eine 50%-ige Trefferchance, da Claudia das einzige Mädel außer mir war, das noch nicht eingecheckt hatte.

Jedenfalls habe ich mir dann den Zimmerschlüssel - Nummer 42 - abgeholt, mir von dem netten Bayern erklären lassen, wo genau im Nachbargebäude das Zimmer liegt und bin losgestiefelt, um schon mal die eine oder andere Tasche aus dem Auto zu holen und mit hoch zu nehmen.

Auf meiner Suche nach dem Zimmer begegnete mir auf dem Flur kein einziges, bekanntes Gesicht - sehr verdächtig! - und es war auch total ruhig auf der Etage - noch sehr viel verdächtiger, denn Marines unter sich sind für gewöhnlich nicht gerade leise. Ich habe dann - nach anfänglichen Problemen, die Tür mit dieser ollen Karte aufzubekommen (am 3. Tag hatte ich das System gecheckt) - erstmal das Zimmer inspiziert - dem hätte ich auch durchaus mehr als 3 Sterne gegeben - und nachdem ich all meine Sachen hochgeschleppt hatte, wollte ich mich dann auf die Suche nach Mitmarines machen. Ich war in der Zwischenzeit immer noch keinem über den Weg gelaufen - ein böser Verdacht, das Aerotech vielleicht eine Massenentführung befohlen haben könnte, kam in mir hoch - doch dann kamen mir auf der Treppe zwei mir noch vom letzten Treffen bekannte Gesichter entgegen - Susan und Lothar. Hallelujah!

Die beiden befanden sich ebenfalls schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach dem Rest der Truppe - bis auf Claudia und Andrè hatten ja angeblich schon alle eingecheckt - und so schlossen wir drei uns dann zusammen - Suchtrupp Nummer 1 sozusagen - und begannen gemeinsam nach Silvia & Co zu suchen. Wie gut das wir für Notfälle ihre Handynummer hatten - und das  war ganz sicher ein Notfall - und Lothar sie dann angerufen hat.

Die beiden schienen allerdings leichte Kommunikationsprobleme miteinander zu haben, denn nachdem wir das gegenüber dem "Bairischen Hof" gelegene Einkaufszentrum "KEC" - keine Ahnung, wofür diese Abkürzung stand - betreten hatten, wo die anderen laut Lothar irgendwo draußen sitzen sollten, mussten wir feststellen, dass sie nicht wirklich da waren. Wir haben nämlich wirklich jede Eisdiele und jede Bäckerei, wo man hätten sitzen können, abgeklappert, aber ungefähr null Marines oder Chigs gefunden. 

Nach einem zweiten Anruf war die Sache dann schon etwas klarer, denn die anderen saßen doch nicht im Einkaufszentrum, sondern hinter einer kleinen Böschung hinterm Kino - das "Galaxy" war sogar ein richtig modernes Kino und nicht so eine Provinzkascheme, wie man es erwarten könnte, aber Marktredwitz ist da unten ja auch die größte Stadt in der Gegend -, an einem kleinen Flüßchen.

Die erste Mission des Tages - das Aufspüren der anderen Marines - hatten wir also erfolgreich bestanden und nachdem wir dann eine Weile mit Silvia, Chris, Margit, Alex, Kate und Christoph gequatscht hatten - Florian hatte kurzfristig abgesagt, aber ein bißchen Schwund ist ja bekanntlich immer -, gingen wir dann auf einstimmigen Wunsch etwas Trinken. Auf dem Hotelparkplatz haben wir dann auch noch Andrè aufgelesen, der gerade seine Taschen aus dem Auto hievte, aber erstmal duschen gehen wollte. Im "Bairischen Hof" haben wir uns dann niedergelassen und uns ein paar kühle Getränke genehmigt - es soll ja auch jemanden gegeben haben, der bei dem herrlichen Wetter Cappuccino geordert hatJ - und um kurz vor 15 Uhr sind wir dann alle zum Bahnhof losmarschiert.

Wie bei eigentlich jedem Treffen - obwohl dies hier erst mein zweites war - hatte Claudia von uns allen die anstrengendste Anreise - so von Berlin bis nach Bayern ist das Dank der tollen Verbindungen der Deutschen Bahn schon ein echtes Erlebnis -, aber dafür hatte sie am Bahnhof - wo der Zug mit leichter Verspätung eintraf - auch das größte Empfangskomitee. Uns nämlich! 

Mit Claudia und ihrem Gepäck sind wir dann zum "Bairischen Hof" zurück - übrigens komplett, denn Andrè war in der Zwischenzeit auch noch zu uns gestoßen - und nach einer kurzen Pause - ich weiß gar nicht mehr, wie lange diese Pause war - wollten wir uns dann erstmal einer unserer Lieblingsbeschäftigungen während der Treffen widmen - der Nahrungsaufnahme. Zu Mittag hatten wir alle nichts gegessen und dementsprechend groß war dann auch der Hunger, aber - Oh Schreck, oh Graus - irgendwie hatte kein Freßtempel in Marktredwitz auf. Lag vielleicht daran, dass es Spätnachmittag war und kein normaler Mensch um diese Zeit etwas essen wollte. Naja, wir sind halt nicht ganz normal und haben einige Restaurants abgeklappert, doch schließlich haben wir aufgegeben und sind in den "Bairischen Hof" zurück gegangen. Und Tatsache - da gab es was zu essen! War auch ziemlich lecker - zumindest mein gebackener Camembert mit Toast und Preiselbeeren - und nachdem keinem mehr der Magen knurrte, nahmen wir anschließend den Tagungsraum, den wir gemietet hatten, Beschlag. 

Gegen den konnte man wirklich nichts sagen, denn im Gegensatz zum letzten Treffen, wo wir uns fast zu Tode geschwitzt haben, war es da unten bei den doch irgendwie schwülen Temperaturen oben angenehm kühl. Platz genug hatten wir auch und einigermaßen abgeschieden war es auch - naja, nebenan war die Kegelbahn, aber davon haben wir eigentlich kaum etwas mitbekommen -, so dass wir uns richtig austoben konnten.

Gegen 17 Uhr - oder war es doch schon 19 Uhr??? - erklärte Silvia das Treffen dann kurz und schmerzlos für eröffnet. Im Gegensatz zu den vergangenen Treffen, wo es bei den Spielen immer irgendwelche Preise zu gewinnen gab - hatte Silvia sich in diesem Jahr dagegen entschlossen - hat ihr glaube ich keiner übel genommen - und so bekamen wir gleich zu Anfang eine coole Tasse mit Bildern der Space-Darsteller. Da die in Küchenpapier eingewickelt waren und sie einmal durchgereicht wurden, wusste anfangs keiner, welche er bekam, aber seltsamerweise hatten dann auf einmal alle die Tasse mit ihrem Lieblingsschauspieler - außer mir natürlich.L Silvia meinte, dass es noch eine zweite Tasse mit Rodney geben würde - die eine hatte Claudia schon in Beschlag genommen - und die hatte Alex sich irgendwie geangelt. An dieser Stelle vielen Dank an Margit, dass sie ihm die Tasse weggenommen hat - hihi! - und so war ich dann auch mit meiner Rodney-Tasse glücklich. 

Als wir in den Tagungsraum kamen, war Silvia gerade damit beschäftigt, ein ziemlich interessant aussehendes Spielfeld zusammen zu kleben - sah ein wenig aus wie Mensch-ärgere-dich-nicht mit allen möglichen Planeten, die in der Serie auftauchten - und wir dachten eigentlich, dass wir damit beginnen würden, doch stattdessen sollte Kate mit ihrem Rollenspiel anfangen.

Gespannt warteten wir also ab, doch leider tauchten weder Kate noch Christoph zur verabredeten Zeit auf. Nach einiger Zeit versuchten wir die beiden per Handy zu erreichen und irgendwer ging auch nach oben und klopfte an der Tür, doch nichts geschah.

Etwa eine Dreiviertelstunde später - soviel zum Thema Pünktlichkeit - tauchte Kate dann immer noch ein wenig schlaftrunken aussehend doch noch auf - Colonel Cobra hatte es vorgezogen, noch ein bisschen weiter zu schlafen - und wir begannen mit dem Rollenspiel. Kate verteilte zuerst einmal Characterdatenblätter für jeden. Soweit ich weiß haben alle mit ihrem Pseudonym aus dem Club gespielt und zusätzlich durfte man sich zu seinem Character dann auch noch Eigenschaften, Fertigkeiten, Gaben/Handycaps, Waffen, etc aussuchen. Diese Dinge gab "Master" Kate uns vor und nachdem jeder sein Datenblatt ausgefüllt hatte, konnte das Spiel eigentlich auch schon losgehen. 

Es begann damit, dass wir Marines unseren Urlaub auf der Erde abbrechen mussten, weil wir zu einer Mission auf die Saratoga zurück gerufen wurden. Auf dem Flug zur Saratoga wurden wir von etwas verfolgt und das von Major Bowman verordnete Ausweichmanöver führte dazu, dass einige von uns rundenlang an den Wänden klebten, weil natürlich keiner angeschnallt war. Wieso auch?J Zum Running Gag des Abends - und eigentlich des gesamten Rollenspieles - wurde auf jeden Fall Alex, denn er hatte bei Handycaps Amnesie angegeben und jedes Mal, wenn es für ihn unangenehm wurde, brach sein Gedächnisverlust mit einem Mal wieder hervor und er zog sich damit das eine oder andere Mal geschickt aus der Affäre, was ihm schließlich auch den Spitznamen "Private Amnesie" einbrachte.

Außerdem diskutierten wir über so elementare Fragen wie "Kann man in einem luftdichten Raum Zug kriegen?" und "Gehören Minen und Handgranaten zur Grundausrüstung eines Marines?" und irgendwann im Laufe des Abends wechselte auch eine imaginäre Pizza mit ganz viel Käse mehrmals den Besitzer. 

So lustig und interessant das Rollenspiel auch war - gegen 22.15 Uhr unterbrachen wir die ganze Sache - Christoph war in der Zwischenzeit auch aufgewacht und zu uns gestoßen - und machten uns auf den Weg zum "Galaxy". Bereits am Nachmittag hatten wir uns die Eintrittskarten gesichert und nun stand für uns alle "Star Wars 2 - Angriff der Klonenkrieger" an. 

Chris und Claudia hatten den Film schon gesehen, aber für uns andere war es glaube ich die Premiere und so warteten wir gespannt ab. Müde war man nach diesem langen Tag ja schon irgendwie, aber, hey, es war doch "Star Wars" und so kämpfte man eben mehr oder weniger erfolgreich gegen die Müdigkeit an. So gegen 1.45 Uhr war der Film vorbei und ich irgendwie ein wenig enttäuscht. Ansich war der Film ja super gemacht - George Lucas eben - aber zwischenzeitlich nahm der Kitsch echt überhand und ich hatte das Gefühl, mir "Sissi" und nicht einen Science-Fiction-Film anzusehen. Aus diesem Grund würde ich mir den Film auch nicht noch mal ansehen - höchstens wegen dem wirklich coolen Meister Yoda, der dieses Mal auch richtig mit seinem Lichtschwert kämpfen durfte - und hoffe doch, dass der dritte Teil nicht wieder dermaßen kitschig ausartet.

Müde schlichen wir dann aus dem Kino - mittlerweile hatte es zu unser aller Überraschung begonnen zu regnen, aber wir hatten es ja nicht weit bis zum Hotel - und verabschiedeten uns bis zum nächsten Morgen voneinander. Obwohl ich auch ziemlich müde war, schlief ich dann doch erst in den frühen Morgenstunden ein, denn bis 3 Uhr habe ich noch mit meiner Mitbewohnerin Claudia gequatscht - man hat sich dann ja doch einiges zu erzählen, wenn man sich regelmäßig schreibt und sich seit 2 Jahren nicht gesehen hat. 

Tag 2: Land unter in Bayern 

Am nächsten Morgen - es hatte die ganze Nacht über geregnet (noch weiter unten im Süden soll es ja ziemliche Überschwemmungen gegeben haben) und die Temperaturen war mit einem Mal um 15°C abgefallen - klingelte so gegen 8 Uhr der Wecker - vielmehr das Handy, denn irgendwie hatten wir keinen Wecker dabei - und nach einer erfrischenden Dusche in unserem Minibad - wenn man aus der Dusche kam, musste man aufpassen, dass man nicht übers Klo stolperte und sich den Hals brach - traf man sich dann zu einem wirklich leckeren Frühstück im Speisesaal des "Bairischen Hof". Beim Frühstücksbuffet gab es wirklich für jeden Geschmack etwas - verschiedene Brötchen und Brotsorten, Marmeladen, Käse, Wurst, Nutella, Honig, Eier, Obst, Croissants, Joghurt und sogar Kuchen - und auch über die Getränkeauswahl - Kaffee, Saft, Tee, etc. - konnte man sich wirklich nicht beschweren. Nach einer derart leckeren Stärkung trafen wir uns gegen 10 Uhr wieder in unserem Tagungsraum und setzten das Spiel fort.

Mittlerweile waren wir im Spielverlauf soweit, dass unser Transporter nach einigen Strapazen auf der Saratoga landete und wir dort unser Quartier bezogen und uns umsahen. Die Wild Cards waren leider nicht an Bord, aber dafür McQueen und Ross, denen wir dann eine ganz spezielle Mission zu verdanken hatten. 

Bevor es soweit war, gingen wir aber gegen 12. 30 Uhr erstmal was essen - ein Wunder, dass überhaupt noch jemand Hunger hatte, denn Silvia hatte uns mit dermaßen vielen Süßigkeiten eingedeckt, dass die locker fürs ganze Wochenende gereicht hatten. Hmmmm, Pistazien...J Im "Capri" - so hieß die Pizzeria, in die wir schon am ersten Tag wollten, doch leider war sie da geschlossen - hatten wir dann doch alle ziemlich großen Hunger - war ja auch sehr lecker - und irgendwann brachte der Kellner dann die imaginäre Käsepizza vom Vortag. Claudia hatte sie im Laufe des Spieles von Lothar gewonnen - weiß allerdings nicht mehr genau wieso - und später habe ich sie ihr dann abgeluchst - wieder keine Ahnung wieso. Jedenfalls war sie sehr lecker und an dieser Stelle noch mal vielen Dank dafür an Lothar! 

Nach dem Essen waren wir alle pappsatt und zudem noch ziemlich müde und so beschlossen wir, eine kleine Mittagspause einzulegen. Während die meisten auf ihre Zimmer gingen, um sich ein bisschen aufs Ohr zu hauen - ich bin wie ein Stein auf mein Bett gefallen und einfach 'ne Stunde lang auf dem Bauch liegen geblieben -, nahm der andere Teil der Truppe die Kegelbahn genauer unter die Lupe. 

Nach der Mittagspause trafen wir uns dann alle wieder im Tagungsraum und das Rollenspiel ging in die entscheidene Phase.

Unser Team hatte nämlich den Auftrag bekommen, das Verschwinden mehrerer Forscher auf einem erdähnlichen Planeten zu untersuchen. Wie bei einer richtigen Mission wurde ein Erkundungstrupp losgeschickt, während andere die verbliebenen Forscher in der Kolonie verhörten und wieder andere - der Chigbotschafter nebst Bodyguard und Private Amnesie (wie bitte soll man auch jemanden vernünftig einsetzen können, der in der nächsten Minute vergessen kann, wie man sich die Schnürsenkel zubindet???) im Labor eingesperrt wurden. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie die Mission ausging - zum Ende hin hatte ich doch leichte Konzentrationsschwierigkeiten und zudem waren Claudia's Bilder und Berichte zu ihrem "Stargate"-Cons in Vancouver und London und vor allem ihre Erzählungen zu ihrer Begegnung mit Michael Shanks dann doch ein wenig verlockender - aber ich kann mich noch daran erinnern, dass ein kleines Mädchen namens Shirley eine entscheidene Rolle dabei spielte. 

 

Gegen 17.30 Uhr wurde die Mission dann für erfolgreich beendet erklärt und Silvia zeigte uns Teile ihrer Chigausrüstungen, die sie von München nach Marktredwitz gekarrt hatte. Darunter waren 2 Chigköpfe - der eine aus dem Pilotfilm, wo der grüne Grütz rauskommt, als Damphousse dem Chig Wasser gibt -, Handschuhe - ich hatte auch einen an und es fühlte sich ziemlich merkwürdig an -, Armteile und Schuhe in Größe 60 bis 70, würde ich sagen. Natürlich durfte auch ein Chigmesser nicht fehlen, aber das war kindersicher - es wollte sich ja niemand die Hand damit absäbeln - stumpf. Es war auf jeden Fall ziemlich cool, diese ganzen Originalrequisiten mal zu sehen und selbst in den Händen zu halten. 

Anschließend sahen die meisten von uns sich den Film "Soulkeeper" an, den Claudia mitgebracht hatte. In dieser Horrorfilmverarsche hat Rodney Rowland eine Hauptrolle und auch wenn der Film englisch war und auch wegen der Qualität nur schwer zu verstehen, haben die meisten ihn sich doch mit angesehen.

Nach einer halbstündigen Pause marschierten wir gegen 20.30 Uhr dann wieder ins "Capri" und ließen uns das Essen dort ein zweites Mal schmecken. Irgendwie war ich aufgrund der ganzen Süßigkeiten allerdings dermaßen pappsatt, dass ich nur noch eine Tomatensuppe runter bekommen habe, und gestärkt marschierten wir dann irgendwann nach 22 Uhr zum "Bairischen Hof" zurück. 

Silvia verabschiedete sich dann mit Erkältungssymptomen von uns - schon schlimm, wenn die eigene Verwandschaft einen mit irgendwelchen fiesen Viren infiziertJ - und wir kamen zu Margit's Rätsel. Damit hatte sie sich richtig viel Mühe gegeben - muss ich an dieser Stelle unbedingt mal lobend erwähnen - denn es war ein richtiges Heft mit jeweils einer Frage zu jeder Folge. Zu später Stunde wurden wir also noch mal richtig gefordert und einige Fragen hatten es wirklich in sich z.B. "Dr. Kanellos will Lt. West operieren, wie heißt der Schauspieler?" (Antwort weiß ich selbst nicht mehr) oder "Wer spielt den Chig-Botschafter in Folge 22?" Häääää??? Da wurde der Hirnschmalz richtig gefordert und letztendlich - nachdem alle die Fragen beantwortet hatten, ging es an die Auflösung.

Insgesamt gab es 165 Punkte zu holen, sofern ich richtig zusammen gezählt habe - war allerdings schon in der Grundschule noch nie gut mit Zahlen zugange - und Claudia kam diesem Ziel mit 150 Punkten am nächsten. Congratulations!J Als ersten Preis bekam sie eine grüne Baseballcap mit dem Emblem der USS Saratoga. Andrè kam mit 145 Punkten auf den zweiten Platz, doch er verzichtete freiwillig, denn er hatte sämtliche Preise - sowohl das Käppi als auch die beiden "Space"-Comics für den 2. und 3. Platz - bereits zu Hause. Chris kam dann mit 130 Punkten auf den 3. Platz und bekam den Comic zum Pilotfilm und ich profitierte auf dem 4. Platz mit 125 Punkten von Andrè's Verzicht und kann nun den Comic "Die Herausforderung" mein Eigen nennen. 

Anschließend wurde noch ein wenig gequatscht, doch gegen 23 Uhr verabschiedeten wir uns - noch ein wenig groggy vom Vortag - auf unsere Zimmer. 

Tag 3: Bis zum nächsten Jahr... 

Eigentlich gefielen mir alle 3 Tage in Marktredwitz sehr gut, aber der letzte war definitiv der Beste, denn es war mein 23. Geburtstag.

Claudia hatte mir schon um Mitternacht gratuliert - haben ja wieder endlos ferngesehen und gequatscht - und auch die ersten Geburtstags-SMS hatte ich schon um kurz nach 0 Uhr bekommen - um 1.20 Uhr rief sogar noch eine gute Freundin an und brachte mir ein Ständchen - aber als wir am Morgen zum Frühstück kamen, schien jeder meinen Geburtstag vergessen zu haben.L Alle schienen mit ihrem Frühstück beschäftigt zu sein - vielleicht hätte mir an dieser Stelle schon auffallen sollen, dass die meisten nicht viel aßen - und so mümmelte ich selbst an meinem Brötchen rum.

Gegen 10 Uhr hatten wir uns zum letzten Treffen im Tagungsraum verabredet und als Silvia mit einem Mal einen Stapel Teller und Gabeln rein schleppte, war mir alles klar - ich war einer heimtückischen Verschwörung zum Opfer gefallen.J 2 Minuten später sangen nämlich alle "Happy Birthday" für mich und ich bekam eine ziemlich coole - und auch leckere - Torte mit der Aufschrift "Herzlichen Glückwunsch - Semper Fidelis Friend". Außen war sie aus blauem Marzipan und innen mit leckerer Buttercreme. Spätestens jetzt war mir auch klar, wieso beim Frühstück keiner so richtig viel gegessen hatte - wenn ich gewusst hätte, dass es noch Torte gibt, hätte ich gar nichts gegessen.

Jedenfalls möchte ich mich an dieser Stelle noch mal bei allen Verschwörern für diese Überraschung bedanken. 

Nachdem wir uns alle mit Torte vollgestopft hatten, ging es dann an die Beförderungen. Captains und Majors werden generell nicht befördert, bekommen aber eine Urkunde für die Teilnahme am Treffen, genau wie Alex und Christoph. Kate, Susann und Lothar wurden jeweils einen Rang höher befördert und Margit ist jetzt aufgrund ihrer Clubleitungstätigkeit Colonel. Glückwunsch an alle!

Anschließend wurde noch ein bisschen gequatscht und dann wurde das Treffen offiziell für beendet erklärt. Wie auch beim letzten Mal gingen die 2 ½ Tage wieder viel zu schnell vorbei und man kann nur hoffen, dass es nächstes Jahr wieder ein derart lockeres und lustiges Treffen geben wird.

Die meisten waren schon auf dem Heimweg, als ich mich dann so gegen 12 Uhr von Claudia verabschiedete - ihr Zug fuhr ja erst gegen 13 Uhr - und mich ebenfalls auf den Rückweg machte. Immerhin wollte ich daheim ja noch mit meiner Family und meinen Freunden feiern. 

Die Rückfahrt verlief ähnlich wie die Hinfahrt - Autofahrer, die ihren Führerschein offensichtlich in der Lotterie gewonnen haben, eine 2. Milliarde toter Tiere auf der Windschutzscheibe - aber, kein Stau, ihr Pessimisten! Ich war nämlich um 15.45 Uhr wieder zu Hause - macht dann 3.45 Stunden, womit ich einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt haben dürfte - und konnte dann abends auch noch ordentlich in der Cocktailbar feiern. Aber das ist ein anderes Kapitel... 

Zum Schluß muss ich noch loswerden, dass es echt super war, was Silvia, Margit und auch Kate auf die Beine gestellt haben und falls es nächstes Jahr wieder ein Treffen in Marktredwitz gibt - ich bin auf jeden Fall wieder dabei! Und hoffentlich kommt dann auch Silvia's Spiel zum Einsatz, das dieses Jahr genau wie Claudia's Drinking Game aufgrund totalen Zeitmangels gestrichen werden musste. 

von Silke 
c/o Captain Cassidy

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Die Charaktere und Situationen der Serie "Space: Above & Beyond" wurden von Glen Morgan und James Wong, Fox Broadcasting und Hard Eight Productions kreiert und basieren auf ihren Ideen. Alle Handlungen in dieser Geschichte sind frei erfunden und nur die Charaktere stimmen mit "Space: Above & Beyond" von Glen Morgan und James Wong überein.

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