EIN BERICHT ZUR SPACECON 2 22.5. bis 24.5. 1999

Day One - The Arrival

Zunächst ein paar ausführliche Worte zu meiner langen Odyssee zu einem kleinen Örtchen irgendwo in Bayern, glaube ich . . .

Ich bin sage und schreibe 5 Uhr in der Früh aufgestanden und bin genau 6.20 Uhr von zu Hause losgefahren.

Mein Zug fuhr übrigens 7.24 Uhr in Berlin ab - und theoretisch hätte ich es dicke bis dahin zum Bahnhof schaffen müssen , aber Murphys Gesetz hat sich mal wieder erfüllt und so kam ich erst 7.20 Uhr am Bahnsteig an - völlig gehetzt und entnervt !!!

Bald darauf fuhr auch schon der Zug ein. Ich hatte mal wieder so ein Glück - in meinem Abteil hat es nach altem Zigarettenrauch gestunken. Ich habe so den Verdacht, daß das mal vorher ein Raucherabteil gewesen war und man nur zur Tarnung so einen Nichtraucheraufkleber an die Wand geklebt hat. Ja ja, die DB ist ganz schön skrupellos . . . Aber ich schweife mal wieder ab.

Meine Mitfahrer haben auch erstmal über den Zug gemeckert: Da bezahlt man so viel Geld und dann bekommt man sowas . . bla bla bla . . . Genau das war auch meine Meinung.

In Erfurt kam ich pünktlich um 10.56 Uhr an. Dort habe ich mich mit einem anderen Spacling aus unserem Club getroffen und so war die weitere Fahrt nicht ganz so trostlos. Wir hatten viel zu bereden, so daß die Zeit sehr schnell verging - bis 13.15 Uhr , wo wir endlich in Münnerstadt ankamen. Und was soll ich sagen: Es regnete in Strömen! Und ich hatte mal wieder eine weiße Hose an . . .

Mein stark ausgeprägter Orientierungssinn führte uns sofort in die richtige Richtung - und bald trafen wir auf einen weiteren Suchenden mit einer schweren Reisetasche in der Hand. Sie schnaufte uns ganz unauffällig hinterher, nachdem sie gemerkt hatte, daß wir das gleiche Ziel hatten. Wir fanden zwar nichts, was den Namen Marktplatz verdiente, aber dort befand sich die Pension.

Die Verteilung der Zimmer war etwas merkwürdig - der Wirt hielt uns ein Körbchen mit Zetteln hin, auf dem jeweils eine Zimmernummer drauf stand. Oh man, bis der verstanden hatte, dass ich ein noch nicht besetztes Doppelzimmer wollte, weil meine Mitbewohnerin noch nicht da war . . .

Na ja , letztendlich hat er endlich Ruhe gegeben und die Schlüssel herausgerückt. Der Wirt war schon ziemlich alt (um nicht zu sagen senil) - das würde alles erklären, aber der Typ, der die Zimmer aufgeschlossen hat, hatte noch ein paar Tassen weniger im Schrank . . .

Ich meine, ich habe natürlich überhaupt keine Vorurteile zum Begriff Dorf, aber na ja, langsam kamen mir arge Zweifel.

Im Flur trafen wir schon auf die anderen - Andy, Christian (der Captain vom besten Geschwader der Flotte - falls ihr es noch nicht wisst: das Gold-Geschwader oder wie es jetzt heißt: die GOLDEN DRAGONS!!! Okay, genug Eigenwerbung, weiter im Bericht . . .) und noch eine Menge mehr, die ich noch vom letzten Treffen kannte, aber wo ich Mühe hatte, mich an die Namen zu erinnern - bei meinem Gedächtnis sollte man das aber nicht persönlich nehmen . . . >Smile<

Jeder Neuankömmling bekam gleich eine ID-Card ausgehändigt, die meiner bescheidenen Meinung nach total geil aussah!

Die Zimmer sahen übrigens gut aus, jedenfalls besser als das letzte Mal. Natürlich gehörte ich nicht zu den "privilegierten" Leuten, die in dem neu renovierten Nebengebäude ihre Zimmer hatten, aber das nur so nebenbei...

Dann haben wir uns erstmal in so einer Art Gemeinschaftsraum getroffen. Da noch ein paar Leute fehlten, haben wir uns die Zeit damit vertrieben, uns gegenseitig kennenzulernen - mit einem Fragespielchen!

Jeder bekam ein kleines Zettelchen, auf das sollte er sein Alter, Hobbys, Eigenschaften usw. schreiben und dann sollte jeder raten, um wen es sich handelt. Das war ganz schön witzig. Ich sagte noch so zu Andy, dass ich garantiert seinen Zettel bekomme... Und was ist? Ich bekam seinen Zettel - ich brauchte nur das Wort Mysteriös lesen und mir war alles klar!

Okay, wer jetzt nicht beim Treffen voriges Jahr dabei war, wird das nicht lustig finden, aber die anderen werden hoffentlich noch wissen, was ich meine.

Danach haben wir unser Clubmaskottchen getauft (ein niedlicher kleiner Teddy im Tarnanzug). Wir haben uns nach endlosen Diskussionen auf den Namen "Teddy von Richthofen" geeinigt. Die Taufe hat Florian übernommen. Er war sehr gut im Imitieren des Papstes! Ich habe keine Ahnung, ob sein herunter gebetenes Latein echt war, aber es hat sich gut angehört . .

Nachdem das erledigt war, ging es gleich weiter mit der Namenssuche - dieses Mal für unseren Club. Ich kann es gedanklich leider nicht mehr nachvollziehen, wie wir auf den Namen "Voodoo Fighters" gekommen sind. Meine Schuld war es jedenfalls nicht!!!

Mir hat "Hammerhead Cowboys" wesentlich besser gefallen - genauso wie Jack Daniels, Django oder Billy the bear für den Teddy !! Aber wann hat denn jemals jemand auf mich gehört??!!! >Smile<

Und was kam nun? Dreimal dürft ihr raten! Richtig! Die Suche nach einer geeigneten Essensgelegenheit! Nachdem wir das halbe Dorf abgesucht hatten und nur auf geschlossene Türen gestoßen sind, kamen wir zu einem Griechen - und er hatte offen!!!

Wir stürmten die Bude und machten es uns bequem . Das Essen war gut, die Stimmung wurde immer besser, bis sie in einer Bierdeckelschlacht eskalierte. Ich glaube, davon gibt es keine Fotos . . . >Smile<

Nach dem Essen waren wir so erschöpft, dass wir bald, nachdem wir wieder zur Pension getorkelt waren, schlafen gegangen sind.

Day Two
- Action Day!

Um 8 Uhr sind wir aufgestanden. Als wir eine halbe Stunde später in den Frühstücksraum kamen, war es schon ziemlich voll - aber ich betone : wir waren nicht die letzten!!!

Nach dem Frühstück versammelten wir uns wieder in dem Gemeinschaftsraum - für die Einsatzbesprechung bzw. das Briefing!

Nachdem die Tagesordnung verlesen wurde, kam das Unvermeidliche: ein Spacequiz!!!

Also ich fand die Fragen einfach. Das einzige, was mir vor lauter Stress nicht mehr eingefallen ist, war der Name von Butts - Steve Rankin. Auf jeden Fall hatte ich die höchste Punktzahl - zusammen mit Eric, dem der Name von Kylen nicht mehr eingefallen ist (na ja, das ist ja auch keine Schande, oder ? >Smile<) . Also gab es ein Stechen. Und das bei meinen schwachen Nerven!!!

Na wenigstens bezog sich die Frage auf die Folge "Meuterei" - die Folge, die ich am besten kenne: Wie lautet die Bezeichnung des Chigfighters, der die MacArthur angriff?

Die Antwort lag mir auf der Zunge, doch Eric war schneller. Er begann mit "U ... äh ... U-372 ...Und da fiel es mir wieder schlagartig ein!! U-378!!!

JAAAAAAAAA!!!!!!! SIEGEEEEEER!!!!!!!

Endlich, endlich kam ich mal auf den 1. Platz!!!!!! Nachdem ich das letzte Mal nur auf Platz 3 gekommen bin ...

Nun zu den Preisen: Es gab 3 Space-T-Shirts zur Auswahl. Auf dem einen stand Space: Above and Beyond mit einem kleinen Hammerhead drauf, auf dem zweiten war das WildCards-Pad drauf gedruckt und auf dem 3. Shirt war (glaube ich) dieses blaugelbe Zeichen drauf .

Jedenfalls habe ich nun eine vollständige Ausrüstung zusammen: T-Shirt, Space-Cap und ID-Card.

Als nächstes hat Silvia so eine Art Space-"Drehbuch" ausgeteilt, das wir nachspielen wollten.

Okay, ich versuche mal, die Handlung nachzuerzählen: Ein paar Marines (nicht die WildCards!) stürzen mit ihrem Mannschaftstransporter auf einem Planeten ab, treffen auf Chigs und werden daraufhin von irgendwelchen großen affenähnlichen Aliens, die von den Bäumen springen(?!), angegriffen. Sie schlagen sie gemeinsam zurück und quatschen nach erfolgreicher Schlacht miteinander, wobei die Marines merken - Hey, die Chigs sind ja gar nicht so böse! Na ja , und dann kommt der "große Abschied" und beide Gruppen trennen sich wieder.

Es war ziemlich witzig: Jeder Marine hat sich seinen Namen auf einen Zettel geschrieben und angeheftet, damit es keine Verwirrungen gab. Also ich war Lt. Scott. Eigentlich wollte ich ja Cooper spielen, aber leider gab es keinen mit diesem Namen! So ein Pech aber auch...

Am besten fand ich das, was Beverly sich unter ihren Namen geschrieben hat - sie hat Mike gespielt, der bei dem Absturz zu Brei zermanscht wird - da stand dann zu lesen "Mike" - und darunter in Klammern "tot"!

Im Nachhinein kann ich nur sagen: Ein Glück , dass uns kein Außenstehender beobachten konnte - der hätte glatt die Männer in den weißen Kitteln geholt! >Smile<

Okay, was kam dann? Ein "Kunstwettbewerb"! Jeder bekam eine Packung bunter Knete und noch anderen Kram, aus dem wir etwas basteln sollten, was mit Space zu tun haben sollte. Wir wurden dafür in drei Gruppen eingeteilt und waren nun unserem Schicksal und unserer Kreativität überlassen!

Die einen haben einen Mannschaftstransporter, einen Chigfighter und den Kometen aus "Per Anhalter durchs All" nachgebaut und an etwas Strippe aufgehangen.

Die zweite Gruppe hat Vesta und Tellus nachgebaut, einen Chigfighter (den von Chiggy), sogar mit der Aufschrift "Abandon all hope" - und dann noch den Panzer Pearly.

Das nächste, was wir gemacht haben, war essen gehen. Wieder beim Griechen. Der hat sich an uns dumm und dämlich verdient . Vollgefressen rollten wir danach wieder zurück zur Pension.

Das Wetter war an dem Tag sehr schön: Es war warm und die Sonne schien. Silvia wollte gleich weiter machen, aber wir wollten raus an die frische Luft. Also bekamen wir eine halbe Stunde Landurlaub und schauten uns den Ort an. Zufällig war an dem Wochenende dort so eine Art Volksfest mit einem kleinen Rummel usw.

Als wir wiederkamen, hatten Silvia und Liane ein Spiel aufgebaut - so eine Art Space-Monopoly!!! Das Spielfeld war gewaltig, bestimmt 4 m² groß . Wow - ich habe ganz schön gestaunt!!! Silvia erklärte, es sei eine Mischung aus Monopoly, Risiko und Trivial Pursuit .

Statt der Straßen gab es Planeten, die man kaufen konnte (z.B. Daedalus, Vesta, Tellus usw.) . Auf den Planeten konnte man dann statt Häuser Stützpunkte bauen und immer wenn man einen Planeten gekauft... äh... erobert hatte, wurde darauf ein Fähnchen gestellt.

Ach ja, jedes Geschwader bekam eine eigene Spielfigur (blau, grün, purpur und gold - das waren wir!!) . In der Mitte des Feldes befand sich der Jackpot und 10 stufenartige Felder führten dorthin. Um jeweils ein Feld vorrücken zu können, musste eine Frage richtig beantwortet werden. Wie beim normalen Monopoly gab es Ereignis - und Fragefelder mit dazugehörigen Karten.

Manche Fragen hatten es wirklich in sich, z.B. : Wie lautet die Seriennummer von Damphousse ???!!!

Tja, was soll man darauf antworten?

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie lange wir an dem Spiel gesessen haben: den ganzen Nachmittag und nach dem Essen nochmal ein paar Stunden bis kurz vor 1 Uhr!!! Ich denke, das sagt wohl alles über die Qualität des Spieles aus!

Also, was da so bei den Ereigniskarten ran kam, war toll! Hier ein paar Beispiele, was auf den Karten stand:

"Cooper hat Kohl gegessen und nun müssen alle ihre Gasmasken aufsetzen!"

Diese "Gasmasken" sahen übrigens aus wie Clownsnasen - voll peinlich!! Ich habe die ganze Zeit nur gedacht: Hoffentlich kann uns keiner so sehen ... >Smile<

Dann gab’s noch Bougus’ Ausbildungscamp (davon gab’s mehrere Karten, so dass eigentlich jeder mal ran kam) - ich sage nur Liegestütze ... Hey , keiner kann von dem Spiel behaupten, dass es Entspannung war! Wir mussten hart ackern!!!

Billardspielen kam auch vor: so ein klitzekleines Billardspiel (vielleicht 50 x 30 cm groß) mit kleinen Plastekugeln und einem Plastestock (anders kann man das Ding nicht bezeichnen!) .

Es war sehr schwer, damit eine Kugel zu treffen, und wenn was ins Loch ging , dann immer die weiße Kugel!

Ich darf an dieser Stelle mit stolzgeschwellter Brust sagen, dass ich es geschafft habe, 5 Kugeln in 3 Minuten einzulochen!!!!

Was war noch?

Bei dem Spiel konnte man auch Krieg gegeneinander führen. Die Schlachten wurden mit Würfeln ausgetragen. Die Einheiten, die man dafür brauchte, bekam man durch Zubehörkarten. Wir hatten Glück und zogen die WildCards - die zählten als Einheit verständlicherweise doppelt!!!

Beim Essen haben wir noch überlegt, wie wir dieses Spiel nennen könnten : Space-Monopoly, Space-Triology (weil es 3 Spiele in einem sind), Space Quest usw.

Ach ja, hatte ich schon das Space-Money erwähnt? Das sah voll cool aus...

Irgendwann sind wir dann doch schlafen gegangen, weil wir doch am nächsten Tag früh aufstehen mussten.

Day Three - The Great Good Bye

Am nächsten Tag sind wir 7.30 Uhr aufgestanden. Beim Frühstück kam es übrigens zu einer Zuckerwürfelschlacht. Und das ging so: Man nehme 3 Zuckerstückchen, eine Gabel und die irgendwo vergrabenen Kenntnisse aus dem Physikunterricht, was die Hebelwirkung betrifft...

Die armen Wirtsleute - was die wohl von uns gedacht haben (diese merkwürdigen klatschenden Geräusche, wenn etwas oder jemand getroffen wurde und die darauffolgenden Jubel - und Schmerzensschreie). >Smile<

Zum Glück konnten sie nichts sehen, weil wir vorsichtshalber die Türen verriegelt haben.

Nach dem Frühstück war wieder Besprechung. Endlich kamen die Beförderungen!! Dabei wurden noch jede Menge Fotos gemacht, so dass dieser besondere Moment festgehalten wurde.

Leider war dann schon das Treffen vorbei und ab 10.30 Uhr machten sich die Leute los, um nach Hause zu fahren.

Und damit endet mein Bericht zu unserem Meeting. Wenn er jemandem nicht ausführlich gewesen ist - ich stehe jederzeit bereit, weitere Fragen zu beantworten!

Gnädigerweise habe ich euch den Teil erspart, wo ich über meine Rückfahrt erzähle...

Aber was soll ich sagen? Ich glaube, es war der gleiche Zug, mit dem ich auch aus Berlin losgefahren bin - no comment...

Claudia Silberborth

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Die Charaktere und Situationen der Serie "Space: Above & Beyond" wurden von Glen Morgan und James Wong, Fox Broadcasting und Hard Eight Productions kreiert und basieren auf ihren Ideen. Alle Handlungen in dieser Geschichte sind frei erfunden und nur die Charaktere stimmen mit "Space: Above & Beyond" von Glen Morgan und James Wong überein.

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